„The Sunday Post“ 27.10. 19 „Sehnsucht nach der Fremde“

„Sehnsucht nach der Fremde“


Das war ein Satz, der  versinnbildlichen kann was für viele Jahrzehnte mein Lebensmotor gewesen ist. Die Sehnsucht ist ja bekanntlich für viele von uns der stille Motor,  ja der Antrieb in unserem Leben. Dem einem ist es vielleicht bewusst, der andere ahnt es, versucht es jedoch – sich nicht bewusst werden zu lassen ( obwohl ihm das völlig klar ist ).  Menschen sind nun mal wirklich  seltsame Wesen 🙂 Dabei ist die Sehnsucht ein tolles Gefühl von Freiheit, Abenteuer, Lust auf etwas Anderes-was ich noch nicht kenne. Ein Gefühl über sich hinaus wachsen zu können. Vieles vielleicht hinter sich zu lassen…weg von dem was dich aufhält. Das jeder für sich selbst verantwortlich ist und somit klar ist, dass sich nur einer selbst im Wege stehen kann…sei mal dahin gestellt. Wie gesagt Mensch  sind ….
Sie bringen mich zum Lachen, wenn es manchmal nicht so traurig wäre… Oder vielleicht genau deshalb ? Unterhaltsam ist es auf jeden Fall 🙂  Wer viel Selbstironie mitbringt, der kann aber seinen Weg gehen -der dich tatsächlich dorthin führt… wo die „Fremde“ sein Zuhause findet.

 

Die Krügers sind dafür bekannt, dass sie sich als „Reisende“ bezeichnen. Damit ist jetzt nicht nur der Koffer in der Hand gemeint. Es gibt kaum eine Kultur, die wir noch nicht kennen. Wir haben schon bei  allen Göttern dieser Welt nach Antworten gesucht. Wir sind vielen Menschen begegnet, die uns ihre Geschichte erzählt haben. Ja wir waren „Reisende, die nie ankommen wollen“ ! Das Leben ist so spannend und die Geschichten so unglaublich, dass ein Leben wohl kaum ausreichen würde, um sie Euch alle zu erzählen. Ja die Zeit ! Wie kostbar sie ist-nicht wahr ?

 

 

 

Vielleicht könnt Ihr Euch an meinen Roman „Der leise Ruf des Schmetterlings“ erinnern, in dem ich über die Zeit schrieb.

                              

Leben !
Die Zeit


Der Zeitgeist ist mir oft nicht zeitgeistreich genug, da die Zeit doch relativ ist.

Ob die Zeit reicht für das, was wir vorhaben, in der Zeit, die uns geschenkt wird, hat damit zu tun, was wir mit der begrenzten Zeit im Bewusstsein tun.

Wenn wir wissen, dass die Zeit nicht zeitlos ist, dann ist die Zeit viel wertvoller für den Augenblick. Dann schärft sich das Bewusstsein – für den Augen-Blick.

Augenblicklich erkennen wir dann, wie wunderschön das Leben sein kann. Zeitnah ist es ratsam zu begreifen, dass rastlos die Zeit an uns vorbeizieht. Es ist Zeit, neue Wege zu gehen.

Zurzeit ist für mich der Moment das Wichtigste.

Denn meine Zeit ist jetzt. Der Augenblick. Das Hier und Jetzt.

Für mich ist die Zeit zu vergeben, die Zeit der Dankbarkeit.

Zeit für mich einen Weg zu gehen, den ich noch nicht kenne.

Es wurde Zeit! Mein Blick ist nicht auf Vergangenes gerichtet.

Die Zeit ist schon verloren, schon geschehen. Im Bewusstsein gilt es, den Augenblick zu erfassen in seiner Ganzheit.

Das erfordert viel Zeit.

Sollte es wahr sein, dass die Gegenwart nur die Zeit von drei Sekunden andauert, dann muss ich mich beeilen.

Andere Länder leben zwar versetzt in der Zeit, dennoch ist deren Zeit dieselbe.

Auch das macht uns »gleich«.

So viele Hinweise zeigt uns das Leben und es wird Zeit zu begreifen, dass wir alle eins sind. Eins mit der Zeit!

Ist es nicht Zeit, sich zu begegnen?

Ein neuer Zeitgeist ist doch schon zu spüren. Der Wandel ist zu erkennen. Ein neues Bewusstsein gibt uns die Chance, sich die Zeit zu nehmen und aufeinander zuzugehen.

Also warum nicht, sich die Zeit nehmen, auf Menschen zuzugehen.

Es besteht keinen Grund, Angst zu haben. Die Angst der Menschen heutzutage entsteht nur dadurch, dass sie allein gelassen werden.

Würde man jeden mit Respekt behandeln, 

wenn das Bewusstsein allgegenwärtig wäre,

dass wir alle Menschen sind, die nur begrenzte Zeit geschenkt bekommen haben !

So sollten wir die Zeit miteinander nutzen, um die Dinge für die, die noch mehr Zeit haben, zu ändern.

Sodass man sich an ihr erfreuen kann.

Ohne Angst vor Unterdrückung. Ohne ihre Menschenrechte zu verletzen.

Ohne die Grausamkeiten der Vergangenheit (Zeitzeugen gibt es genug, die uns warnen) wieder aufkommen zu lassen. Wir sollten ihnen die Einsamkeit, die Angst, die Hilf-losigkeit durch Achtsamkeit und Liebe nehmen.

Zeit heißt Zukunft.

Starke Worte.

Sie sagen alles- was nötig sein sollte…um zu begreifen, dass der Augenblick sehr viel bewegen kann.


Es gibt Zeiten, da fällt es mir schwer, die Augen zu schließen und mir Ruhe zu gönnen. So viel geht mir durch den Kopf. Gedanken kreisen und was bleibt sind oft Sorgen.

Mir ist klar, dass ich mir die Zeit nehmen muss, um das zu sagen… was ich fühle und denke.

Es ist nicht die Zeit der Stille. Es ist die Zeit des Austausches. Nehmt euch Zeit, in euch zu gehen und nehmt euch die Zeit für die Begegnung mit euch selbst und mit Anderen.

 

Es ist nun ein Jahr vergangen, seit der Veröffentlichung des Buches. Eines kann ich Euch sagen:  Meinen Koffer habe ich abgestellt und die Reise ist noch viel spannender geworden, als ich mir das jemals hätte erträumen können! Viele Antworten habe ich nicht gefunden, als ich die Götter dieser Welt mit meinen Fragen konfrontiert habe. Viele Antworten habe ich in mir gefunden. In den Geschichten…derer, die mir im letzten Jahr geschrieben haben. Menschen den ich auf meiner Tournee begegnet bin. Und besonders bei meiner Frau Alice.  Sie hat mir den Ort gegeben, der mir die Ruhe schenkt, ein Zuhause und was auch immer die „Fremde“ war. Sie hat nun ein Gesicht, eine Seele und ein so wunderbares Wesen…das  mir gezeigt hat…  das wir für unser Glück selbst verantwortlich sind.  Sie zeigt mir, dass sich reflektieren…dir mehr über dich erzählen kann, als du jemals über dich selbst gedacht hast.  Du kannst in deinen Spiegel schauen und siehst das Licht in dir selbst.

 

An Euch  die „The Sunday Post“ Leser !  Dieses Bild schenke ich Euch an diesem Sonntag… Das Licht in Euch selbst…

Euer

Hardy

13 thoughts on “„The Sunday Post“ 27.10. 19 „Sehnsucht nach der Fremde“

  1. „Fall in love with moments“…“Verliebe dich in Momente“ … Ja, diese Momente gibt es, in denen man sich verliebt und sie einen nicht mehr loslassen, sie einem in Erinnerung bleiben…diese Momente die Hoffnung machen!

    Schönen Woche für Euch!

  2. Das Licht in uns…

    Wir sollten uns jeden Tag bewusst machen, wie kostbar dieses Licht in uns ist.

    Es leuchtet in uns und lebt in uns… und von uns.
    Wir sind verantwortlich dafür, dass es nicht verlischt… es ist an uns es zu pflegen…

    Das Licht leuchtet und wächst, wenn wir uns Zeit nehmen für uns selbst, unsere Ideen und das, was uns gut tut…
    wenn wir glücklich sind, wenn wir gut sind zu anderen und andere zu uns,
    wenn wir uns und dem Leben vertrauen…
    wenn wir das Leben lieben…
    und „LEBEN“…
    dann lebt das Licht…

    Und wenn das Licht in unseren Herzen warm und stark leuchtet, können wir es ausstrahlen…
    WIR SIND DAS LICHT.

  3. Lieber Hardy,

    wieder einmal ein wunderbarer Beitrag von Dir!

    Die Zeit heilt keine Wunden!!! Man lernt damit zu leben und geht nur gestärkt und voller Zuversicht in die Zukunft!

    Man lernt sich selbst kennen; es wird einem bewusst, was einem wichtig ist im Leben und danach richtet sich dann der Blick und die Sehnsucht. Nämlich in die Richtung, in die Zukunft/Zeit, die noch gelebt werden will!!!

    Alles Liebe
    Gabi

  4. Es gibt zwei Arten von Menschen :
    Mit den einen verlierst du deine Zeit und mit den anderen verlierst du das Gefühl für die Zeit . Schönen Sonntag 🙂 und nochmals Dankeschön für Eure Zeit um mir zuzuhören ! Liebe Grüße

  5. Die „Zeit“ heilt alle Wunden – Zeit was für ein großes Wort in unserem Dasein – Du schreibst sehr schön über die Zeit und es gibt soviel noch über die Zeit zu schreiben – täglich kämpfe ich mit der Zeit auf dem Hin- u. Heimweg in und aus dem Büro – immer ist die Bahn zu spät – jedoch könnte ich die Verspätung nutzen um Zeit zu haben in mich zu gehen um herunter zu kommen – ein guter Gedanke Sicherlich besser als mich Tag täglich darüber zu ärgern, dass die Verspätung mir Zeit weg nimmt. Die „Zeit“ heilt leider nicht alle Wunden.

  6. … aber es geht auch anders. In dem wir uns die Neugierde auf die Welt erlauben und nicht alles einfach so hinnehmen. Es gilt Dinge zu hinterfragen und sich sein eigenes Bild zu machen. Nur so bleibt die Chance bestehen, dass wir unser eigenes Leben leben und nicht von anderen gelebt werden. Je mehr Positives wir erleben, umso heller funkeln unsere Augensterne – wie Du es so treffend als „Licht in uns selbst“ beschrieben hast. Deine Philosophie über die ZEIT ist übrigens meine absolute Lieblingsstelle in Deinem Buch.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine ZEIT voller WUNDER und Herausforderungen.

    Eure Larissa 🙂

  7. Lieber Hardy!
    Mein Sonntagskaffee schmeckt mir, begleitet von Deinen Worten, nochmal so gut. Danke dafür! 😉
    Der Motor „Sehnsucht“ zieht uns aus der Komfortzone – die entgegenwirkende Kraft ist die Angst – sie will uns schützen. Unsere Neugierde wurde uns geschenkt, damit wir das Leben – unser Leben – erleben und entdecken. Nur durch sie lernen wir quasi nebenbei neue Dinge; als Kind war dies eine Selbstverständlichkeit. Mit zunehmendem Alter und den Einflüssen aus Umwelt und Gesellschaft werden wir auf Rationalität konditioniert. Irgendwann kommen wir dann an einen Punkt, an dem wir ausgebrannt sind – wir brennen nicht mehr für „Etwas“, wir funktionieren nur noch. Wenn wir jetzt nicht den Kurs wechseln, dann sind wir dazu verdammt, mit den „grauen Herren“ (Momo, Michael Ende) mitzulaufen, und die Zeit wird und Stück für Stück vernichten … Fortsetzung folgt!

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy