. „the sunday post“ 25.11

Life
Bitte anschnallen, zurücklehnen und die Fahrt genießen… die Fahrt des Lebens…

 

Ist das Leben nicht total faszinierend und überwältigend. Verrückt und Verwirrend. So viele Fragen, keine Antworten. Gedanken und Zweifel, Erleuchtung und Erleichterung. Glück und Glückseligkeit. Wie Wellen kommen und gehen die Gefühle und die Wahrnehmung von dem, was um uns passiert verändert sich gefühlsmäßig weniger, als die Schnelligkeit, in der die Zeit an uns vorbeizieht…

Wir laufen durch die Straßen, sie sind manchmal groß und laut, manchmal klein und staubig. Einige haben große Löcher und Steine liegen auf dem Weg. Wir passen unsere Geschwindigkeit den Bedingungen an, doch manchmal lässt es sich nicht vermeiden aus der Bahn geworfen zu werden. Am glücklichsten sind wir, wenn die Straße „trocken“ und frei ist. Kein Gegenverkehr und die Sicht gut ist.

Füsse, Täler Wälder ziehen an uns vorbei und wir können die Schönheit dieser – unserer – Welt gar nicht fassen. Die Städte werden immer großer. Sie wachsen in die Höhe, weil es am Boden keinen mehr Platz gibt. Wir bevölkern schon langsam den Himmel, so scheint es.  Bald wollen wir sogar anderer Planeten bevölkern. Immer größer, schneller weiter. So sind wir. Die hoch entwickelte Species „Mensch“… Erstaunlich ! Dabei benutzen wir nur 10 % unseres Gehirns. Da geht noch was- oder?

 

Wir dürfen aber unsere emotionale Intelligenz nicht vergessen und das ist sicher das ausgleichende Element, was vieles kompensiert, was unserer 10 % Leisungsfähigkeitn nicht umsetzen kann. Seine Entscheidungsfreiheit ist sichtlich sehr eingeschränkt.

 

Ist es nicht so, dass es auch eine große Konflikt bei den Menschen gibt, ob sie sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen oder lieber auf den Verstand ? Bei jeder Entscheidung, die wir treffen… entscheiden wir entweder rational oder emotional. Logisch oder aus dem Bauch heraus. Wobei der Verstand die Eigenschaft hat, aus durch logischem Denken eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Doch wenn ich an die großen Entscheidungen der Menschheit denke, vermisse ich oft die Logik ! Viele Entscheidungen sind nicht logisch. Nicht nachvollziehbar. Nicht erklärbar. Gibt es nicht oft Situationen, in denen wir uns Fragen: Warum hat er das gemacht? Erfahrungsgemäß gibt es nur zwei Beweggründe für den Menschen eine Entscheidung zu fällen- diese heißen „Angst oder Liebe“. Punkt ! So viel zur Logik. Wir sprechen ja von 10 % richtig ? Da sind sie.

Bitte anschnallen Zurücklehnen und die Fahrt genießen…

Nun -DAS was mich immer wieder fasziniert ist die Tatsachen: Dass, wenn wir wieder auf die Metapher der Strasse zurück kommen, dann sind wir alle auf dieser Strasse unterwegs. Fahren zu einem bestimmten Ziel. Manche haben es verdammt eilig. Die Anderen sind langsam und genießen die Fahrt. Andere wiederum träumen auf der Mittelspur so vor sich hin. Können sich nicht entscheiden. Unsere Vehikel sind alle unterschiedlich. Große und schnell können sie sein. Haben aber nur Platz für Zwei. Andere sind groß und schwer.  Busse , LKW´s, Sportwagen, Familienkutschen, Motorräder. Manche machen einen unglaublichen Lärm und andere hören wir kaum….

Doch egal wie lange sie fahren, wohin ihr Weg geht. Welche Straßen sie auch nehmen- am Ende kommen sie wieder genau da an, wo sie einst losgefahren sind. Alles wieder zurück auf Anfang ? Nein. Oft endet die Reise dort. Wir kennen den Ort an dem wir losgefahren sind. Er ist uns vertraut und doch erkennen wir, dass sich alles verändert hat. Der Ort mag der Selbe sein, doch wir haben uns verändert. Die Frage ist dann.. fahren wir noch einmal los ?

Life
Where the focus goes… the energie flows

Ich habe lange über diese Frage nachgedacht. Würden wir wieder losfahren. Würden wir dann des Vehicle  stehen lassen?  Vielleicht nehmen wir uns an die Hand.  Laufen einfach los !  Entdecken die Zeit  für uns. Hören in uns rein,  nehmen wahr, was uns begegnet…freuen uns über die Schönheit der Natur.  Spüren den Wind auf der Haut. Vielleicht auch den frischen Regen oder die Sonne die uns wärmt. Die Gerüche von den Feldern, durch die wir durchlaufen.  Hand in Hand. Wie würden wir Menschen begegnen, denen wir auf unseren Weg begegnen ? Vielleicht würden wir einen Moment stehen bleiben. Wir sprechen miteinander und sehen uns in die Augen. Vielleicht gehen wir gemeinsam ein Stück des Weges zusammen trennen uns aber wieder…bis wir andere Gleichgesinnte treffen, die sich freuen dir zu begegnen.  Wir nehmen die Welt auf einmal in ihrer Ganzheit wahr…

Fotos by Markus C. Hurek #menschundlicht

 

Das LEBEN ist wie eine Achterbahnfahrt ! Also Anschnallen, zurücklehnen und die Fahrt genießen- ODER …

Vor nicht all zur langer Zeit habe ich begonnen mein Leben zu entschleunigen. Mal stehen zu bleiben, sich umsehen und alles um mich herum wahrnehmen.  Du bist eine Reflektion deiner Umgebung ! Dem Ort und Menschen,mit denen du dich umgibst. All das, was Deine Sinne aufnehmen…kreieren deinen Zustand, dein Bewusstsein. Was ich dadurch festgestellt habe ? Die Schönheit liegt in den einfachen Dingen und nicht in der Komplexität des Ganzen. Die Geschwindigkeit und die Zeit spielt dabei eine große Rolle.

]In meinem Debütroman „Der leise Ruf des Schmetterlings“ habe ich über die „Zeit“ geschrieben:

 

Die Zeit
Der Zeitgeist ist mir oft nicht zeitgeistreich genug, da die Zeit doch relativ ist. Ob die Zeit reicht für das, was wir vorhaben, in der Zeit, die uns geschenkt wird, hat damit zu tun, was wir mit der begrenzten Zeit im Bewusstsein tun. Wenn wir wissen, dass die Zeit nicht zeitlos ist, dann ist die Zeit viel wertvoller für den Augenblick. Dann schärft sich das Bewusstsein – für den Augen-Blick. Augenblicklich erkennen wir dann, wie wunderschön das Leben sein kann. Zeitnah ist es ratsam zu begreifen, dass rastlos die Zeit an uns vorbeizieht. Es ist Zeit, neue Wege zu gehen.
Zurzeit ist für mich der Moment das Wichtigste. Denn meine Zeit ist jetzt. Der Au- genblick. Das Hier und Jetzt. Für mich ist die Zeit zu vergeben, die Zeit der Dank- barkeit. Zeit für mich einen Weg zu gehen, den ich noch nicht kenne. Es wurde Zeit! Mein Blick ist nicht auf Vergangenes gerichtet. Die Zeit ist schon verloren, schon geschehen. Im Bewusstsein gilt es, den Augenblick zu erfassen in seiner Ganzheit. Das erfordert viel Zeit. Sollte es wahr sein, dass die Gegenwart nur die Zeit von drei Sekunden andauert, dann muss ich mich beeilen. Andere Länder le- ben zwar versetzt in der Zeit, dennoch ist deren Zeit dieselbe. Auch das macht uns »gleich«. So viele Hinweise zeigt uns das Leben und es wird Zeit zu begreifen, dass wir alle eins sind. Eins mit der Zeit!
Ist es nicht Zeit, sich zu begegnen? Ein neuer Zeitgeist ist doch schon zu spüren. Der Wandel ist zu erkennen. Ein neues Bewusstsein gibt uns die Chance, sich die Zeit zu nehmen und aufeinander zuzugeben. Also warum nicht, sich die Zeit neh- men, auf Menschen zuzugeben. Es besteht keinen Grund, Angst zu haben. Die Angst der Menschen heutzutage entsteht nur dadurch, dass sie allein gelassen werden. Würde man jeden mit Respekt behandeln wenn das Bewusstsein allge- genwärtig wäre, dass wir alle Menschen sind, die nur begrenzte Zeit geschenkt be- kommen haben. So sollten wir die Zeit miteinander nutzen, um die Dinge für die, die noch mehr Zeit haben, zu ändern. Sodass man sich an ihnen erfreuen kann. Ohne Angst vor Unterdrückung. Ohne ihre Menschenrechte zu verletzen. Ohne die Grausamkeiten der Vergangenheit (Zeitzeugen gibt es genug, die uns warnen) wieder aufkommen zu lassen. Wir sollten ihnen die Einsamkeit, die Angst, die Hilf- losigkeit durch Achtsamkeit und Liebe nehmen. Zeit heißt Zukunft. Starke Worte. Sie sagen aber alles, was nötig sein sollte, um zu begreifen, dass der Augenblick sehr viel bewegen kann.
Es gibt Zeiten, da fällt es mir schwer, die Augen zu schließen und mir Ruhe zu gön- nen. So viel geht mir durch den Kopf. Gedanken kreisen und was bleibt sind oft Sorgen. Mir ist klar, dass ich mir die Zeit nehmen muss, um das zu sagen, was ich fühle und denke. Es ist nicht die Zeit der Stille. Es ist die Zeit des Austausches. Nehmt euch Zeit, in euch zu gehen und nehmt euch die Zeit der Begegnung mit euch selbst und mit anderen.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch einen schönen Sonntag…

Wer in die Geschichte „Der leise Ruf des Schmetterlings“ mal „reinhören“will, der klickt einfach mal hier…

5 thoughts on “. „the sunday post“ 25.11

  1. Das Leben ist total faszinierend… und manchmal so wundervoll verrückt, dass Du entweder mit einem verwirrten, grübelnden Verstand durch die Welt laufen kannst, weil es keine rationale Erklärung gibt…
    ODER
    Du nimmst es einfach so an… empfindest es als Geschenk, lässt es Dein Herz genießen und mit großen Augen bestaunen…

    Wenn wir einfach loslaufen, Hand in Hand… hören wir auf unser Herz, lassen wir unsere Gedanken los.
    Wenn wir eins sind mit allem, was uns umgibt, wenn wir mit unserem Körper spüren, mit unseren Sinnen wahrnehmen und entdecken… dann entdecken wir die pure Lust am Leben… atmen die Freiheit und spüren das vollkommene Glück in uns…

    In diesem Sinne jede Menge Glückssternchen für alles, was vor uns liegt!!

  2. Stimmt … das Leben ist manchmal wie eine Fahrt in der Achterbahn ! Manchmal hängt man im Looping fest und hofft das der Sicherheitsbügel hält und denkt „wär ich mal lieber mit dem Kinderkarussell gefahren“ . Einer lacht , einer schreit und es wird geweint …. und wenn alles zu Ende ist denkt man „Sch… mir ist total schlecht, aber die Fahrt war trotzdem total toll 🙂
    Gute Nacht und eine aufregende neue Woche
    Nadine

  3. Zum heutigen „Sunday“ schießen mir die Worte Goethes in den Kopf: „Ich bin zu alt, um nur zu spielen – zu jung, um ohne Wunsch zu sein.“ Das kleine Wörtchen „nur“ ist in diesem Zusammenhang von immenser Wichtigkeit. Wir dürfen das Leben, das uns geschenkt wurde, nicht verspielen; jedoch einen gewissen Spielraum sollten wir uns selbst erlauben. Durch das Spiel stärken wir das innere Kind in uns. Ängste schwinden – die Liebe wächst! Als Kind verlassen wir uns vertrauensvoll darauf, dass alles gut wird. Über die Jahre vergessen wir uns selbst und unsere innersten Bedürfnisse, während wir im Ernst des Lebens gefangen sind. Wir verlieren oft den Bezug zu unserer emotionalen Intelligenz, die als Kind für uns so selbstverständlich ist. Die Rationalität erscheint uns als eine Art Rettung – wir fühlen uns sicher, wenn wir uns einzig und allein auf unseren Verstand verlassen. Verletzte Gefühle verängstigen uns und sorgen für ungute Emotionen in der Magen- bzw. Bauchgegend. Die erste Reaktion ist die Verdrängung. Wenn wir unsere Ängste hingegen annehmen und nach und nach durch Mut ersetzen, dann haben wir eine echte Chance auch als erwachsener Mensch spielerisch glücklich zu sein. Oft sehen wir die Zeit als Feind, doch wenn wir den „Feind“ umarmen, dann machen wir ihn handlungsunfähig. Irgendjemand hat mal gesagt: „Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich!“ In diesem Sinne sollten wir alle an unserer Beziehung zur Zeit arbeiten und sie uns zum Freund machen.

  4. Lieber Hardy!

    Wieder einmal ein wunderbarer „Sunday“!

    Der Weg, den ich gegangen bin, war schön, etwas holpring und dann plötzlich stand ich vor einem Berg, den ich bewältigen musst und ich hab es geschafft. Für mich ist klar, es gibt kein zurück, kein zurück auf Anfang. Es geht nur mehr nach vorne. Dem Weg folgen, der sich auftut und Vertrauen haben. Ich hab gelernt manchmal auch meinem Bauchgefühl zu vertrauen, denn das Schicksal hat sowieso sein eigenes Tempo. Und so lasse ich den Dingen seinen Lauf! Es kommt alles wie es soll, wenn die Zeit dazu reif ist.

    Dein Buch hab ich gelesen und bin schon sehr gespannt, wie es mit David weitergeht!

    Einen schönen Sonntag und
    Alles Liebe
    Gabi

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy