THE SUNDAY 5. März

Diese Ausgabe möchte ich meinem Kollegen und Freund Martin Lüttge widmen, der am 22. Februar von uns gegangen ist.

Foto Ulrike Werner

Die Nachricht erreichte mich im indischen Ozean. Was für ein Schock. Martin Lüttge ist tot. Nun bist auch du, lieber Martin, von uns gegangen. Auf einmal ist das Meer hier nicht mehr so türkis und der Himmel nicht so blau, wie noch vor einem kleinen Augenblick zuvor. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie ich die fünf Jahr mit Dir an meiner Seite genossen habe. Am meisten liebte ich den Clown in Dir. Und weist Du warum uns die Leute so gemocht haben und das Forsthaus so ein Erfolg war, lieber Martin? Weil wir ehrlich zu ihnen waren und jedes Wort die Wahrheit war. Das ist der Grund, warum sie uns sehen wollten.

Howard Fine sagte einmal: „Im Leben ist die Wahrheit etwas so seltenes, dass wir total gefesselt sind, wenn wir Ihr begegnen“. Das ist das Geheimnis guter Schauspieler. Sie zeigen uns die Wahrheit des Lebens. Du warst einer von Ihnen. Deine Worte hatten Seele und Dein Spiel die Kraft, so groß wie Deine Hände. Riesig! Viele Schauspieler benutzen die falschen Worte um zum Ausdruck zu bringen, was sie fühlen. Nicht bei Dir. Du hast stets die Wahrheit und die richtigen Worte gefunden und Du weist ja: Wir Schauspieler sind diejenigen, die die Wahrheit besser kennen müssen, als jeder andere, sonst bleibt der Theatersaal leer. Gerne hätte ich mit Dir auf Deiner kleinen Theaterhof Priessenthal Bühne gespielt. Du und ich. Ach, wäre das schön gewesen.
Aber der Vorhang hat sich nun gesenkt, in dem Theatersaal deines jetzigen Lebens und ich verbeuge mich vor Dir und sage Danke für all diese schönen Momente, die Du mir geschenkt hast. Ich werden Dich vermissen!

 

11 thoughts on “THE SUNDAY 5. März

  1. Ja, wenn ein Mensch, den wir ins Herz geschlossen haben, von uns geht, sind wir auch im Paradies verletzbar. Dann halten wir inne und die subjektive Wahrnehmung verändert sich. Wir sind traurig – das dürfen wir dann auch sein. Dann vergeht uns für eine Weile das Lachen. Wir lassen die gemeinsame Zeit Revue passieren.

    Es tut mir sehr leid, dass Dein Serienvater von Forsthaus Falkenau (Martin Lüttge) von uns gegangen ist. Ich habe ihn immer gerne gesehen. Er machte immer so einen familiären Eindruck. Und er war bestimmt auch sehr lustig. Ihr hattet bestimmt viel Spaß während und rund um die Dreharbeiten und habt bestimmt auch viele gute Gespräche geführt. Er hatte sehr viel Lebenserfahrung und war auch ohne Skript in der Lage SEINE Wahrheit auszusprechen, weil es das war, wo er hinter stand und weil er es LEBTE und fühlte. Das machte ihn so authentisch.

    Nun ist der letzte Vorhang für ihn gefallen und er darf nach einem ausgefüllten Leben weiterziehen…

    In unseren Herzen, die er berührt hat, und dem, was er geschaffen hat, wird er weiterleben.

  2. Hardy,
    einen lieben Menschen zu verlieren ist so schmerzhaft aber alle Erfahrungen und Erlebnisse, eure gemeinsame schöne Zeit wird immer in deinen Gedanken und deinem Herzen sein.

    Je schöner und voller die Erinnerung,
    desto schwerer ist die Trennung.
    Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in stille Freude.
    Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
    sondern wir ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)
    Herzliche Grüße
    Kerstin

  3. „Weine nicht, weil es vorbei war, sondern lächle, weil es schön war“

    Deine persönlichen Abschiedszeilen berühren mich als Außenstehende sehr. Manchmal befarfs nicht vieler Worte, eine Umarmung sagt mehr als Worte : hey , Du bist nicht allein, lass Deiner Trauer freien Lauf, ich bin für Dich da & fang Dich auf!!! Wenn dies beim gegenüber so ankommt – ohne Worte- ist in diesem Moment alles gesagt! Diese virtuelle Umarmung lass ich Dir in Gedanken zukommen – sofern gewollt 😉

  4. Möge er in Frieden ruhen und dann eine gute Reise!
    Mein aufrichtiges Beileid an seine Familie und an seine Freunde und somit auch an Dich Hardy. Viel Kraft und Geborgenheit!
    Ich bin mir sicher, dass Deine Zeilen Ihn erreichen! LG Heidrun

  5. …Hardy

    Der Tod eines Menschen ist immer eine der grösster Herausforderung im Leben.
    Mir fällt sehr schwer die richtigen Trost Worte zu finden. Darum lasse ich hier ne Dichtung von Fritz Reuter.

    Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
    Ich bin ich, ihr seid ihr.
    Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.
    Geb mir den Namen, den du mir immer gegeben hast.
    Sprich mit mir, wie du es immer getan hast.
    Gebrauche nicht eine andere Lebensweise.
    Sei nicht feierlich oder traurig.
    Lache weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
    Ich bin nicht weit,
    ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

    In stillem Gedenken wünsche ich dir viel Kraft und einen schönen Sonntag!

  6. Ich muss dir ein Kompliment machen für den Nachruf von Martin Lüttge . Wenn man 5 Jahre zusammen vor und hinter der Kamera steht , ist man wie eine Familie . Man geht durch dick und dünn. Er war brillant Schauspieler und hatte die Vater- Figur von Falkenau sehr gut verkörpert. Er wird in unserem Herzen weiterleben.

  7. Der Nachruf von Martin Lüttge von einen Kollegen und Freund nicht besser beschreiben . 5 Jahre zusammen vor und hinter der Kamera steht , ist man wie eine Familie . Man geht durch dick und dünn. Er war brillant Schauspieler und hatte die Vater- Figur von Falkenau sehr gut verkörpert. Er wird in unserem Herzen weiterleben.

  8. Guten morgen, das hast du sehr schön geschrieben. Man merkst das es von Herzen kommt, aber wir werden ihm nicht vergessen. viele grüße

  9. Hi Hardy
    Trauer braucht Zeit, ein geliebter Mensch bleit immer im Herzen, schöne Momente die man miteinander verbracht hat, sind kostbare Erinnerungen die keiner einen nehmen kann.
    In einem anderen Leben werdet ihr Euch Wiedersehen.
    Ich hoffe diese Zeilen sind ein kleiner trost für Dich und für seine Familie.
    Lg. Katharina

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