„The Sunday“ 23. Juli

Guten Morgen & Happy Sunday !

 

Während ich für meine nächste Ausstellung in Wien durch Fotografien stöbere, ist mir wieder ein Foto aus Havanna in Cuba in die Hände gefallen. Obwohl diese Reise schon einige Jahre zurück liegt, so werde ich diese Stadt nie vergessen. Als ich in Havanna ankam, war das der Tag an dem Fidel Castro 80 Jahre alt wurde. Die Stadt war im Ausnahmezustand. Überall Fahnen und Plakate. Die Stimmung ist kaum zu beschreiben. Die Stadt wollte ihren geliebten Fidel Castro feiern.

Diese Stadt hat etwas magisches. Mein Herz klopfte schneller und ich konnte kaum schlafen, so hielt sie mich in ihrem Bann. Havanna, die Stadt voller Melancholie und Träumen von einem besseren Leben. Die Lieder, die sie singen handeln von einem schweren Leben voller Verzicht und Leid. Aber auch von Mut, Stolz und Revolution. Die Sehnsucht auf ein besseres Leben hat ihnen die Kraft gegeben, weiter zu machen. Ein Lied handelt von ihrem Stolz: „Sie können uns alles nehmen, nur nicht unseren Stolz und unsere Musik“. Ihr Tanz ist die Befreiung von all dem täglichen Leid und Verzicht. Das Leben heute in Cuba ist ein anderes. Ich mache mir große Sorgen deswegen, denn ich befürchte, dass es vielen Kubanern noch schlechter gehen wird als zuvor. Die Freiheit ist in wirklich keine Freiheit, sondern eine neue Abhängigkeit, die noch mehr von Ihnen fordern wird.

Ich habe fünf Tage in Havanna fotografiert. Ich wollte das wirkliche Cuba sehen, das ein normaler Tourist nicht zu sehen bekommt. Ich wollte den Menschen in die Augen sehen und fühlen, wie es ihnen geht und wie ihr  Leben so funktioniert. Einfach war das nicht, denn sie lassen Dich nicht in jedes Viertel einfach so reinspazieren. Schon gar nicht, wenn man zwei Kameras um den Hals trägt. Ich suchte mir ein Hotel in der Altstadt von Havanna. Ein altes Chalet sollte für die kurze Zeit mein Zuhause sein. Wunderschön gelegen. Vor mir ein großer Platz mit vielen Cafés und Restaurants. Als ich aus dem Taxi ausstieg und dem Taxifahrer sein Geld in die Hand drückte, stand vor mir ein Hund. Ein Strassenköter, der mir wohl klar machen wollte, dass das hier sein Revier ist. Schutzgeld wollte er sicher von mir! In Form von was essbaren. Seine Augen hatten aber etwas vertrautes. Es ist so, dass Tiere schnell auf mich aufmerksam werden und mit mir spielen wollen, aber dieser Hund war irgendwie anders. Der Taxifahrer wollte ihn vertreibenden und schimpfte ganz laut. Ich hielt ihn zurück und gab ihm zu verstehen, dass er schon ruhig weg fahren kann. Alles in Ordnung! Da standen wir nun und guckten uns an. Ich gab ihm den Namen „Lonesome“. Er war nicht wie die anderen Strassenhunde im Rudel unterwegs. Er kam und ging immer alleine. „Lonesome“ wartete schon am Morgen auf mich, als ich mit meinen Kameras aufbrach und begleitete mich eine Weile, blieb aber immer in seinem Revier. Als ich am Abend dann wieder am Hotel ankam, saß er da und freute sich, dass ich wieder zurück gekommen bin. Wir spielten eine Weile und dann sagte ich im gute Nacht. Am nächsten Morgen war er wieder da. Ich weiss nicht, was aus meinem Freund heute geworden ist und ob er überhaupt noch am Leben ist. Es war auf jeden Fall eine ganz besondere Begegnung.

 

Besonderer Begegnungen gab es eine ganz Menge in Havanna. Ich lernte einen Priester kennen als ich durch die Strassen lief und nach einzigartigen Motiven Ausschau hielt. In der Regel sehe ich eine Strasse oder einen Platz und spüre, dass hier was interessantes passieren könnte und warte. Oft sitze ich Stunden da und es passiert gar nichts. Ich beobachte nur das Leben und die Menschen und dann ganz instinktiv drücke ich auf den Auslöser meiner Kamera. Da war er ! Der magische Moment ! Ein unbeschreibliches Gefühl überkommt mich. Die Ausspielung der Kamera gibt mir Recht ! Du hast diesen Moment eingefangen. Fantastisch. Der Priester, so schien es mir, interessierte sich eher für meine Kameras, als für irgendetwas anderes. Er war ein sehr unterhaltsamer Zeitgenosse, wie sich rausstellen sollte. Ich handelte mit ihm ein Deal aus. Er bringt mich in die Gegenden, die ein normaler Tourist nicht zu sehen bekommt und ich gebe ihm meine Pocketkamera, die er behalten kann. Elektrische Geräte waren damals sehr schwer zu bekommen. Somit war das ein super Deal für ihn und er zeigte mir das wirkliche Leben in den Straßen von Havanna.

Es ist schwer zu beschreiben, aber diese ganze Armut war in den Gesichtern der Menschen nicht zu erkennen. Nur in den Armseligen, die dem Rum verfallen waren. Die Musik war ihre Hoffnung und Glückseligkeit. Tanzen war ihr Glück. Ich bin in Schulen gegangen, habe Musiker und Maler getroffen, mir in Kneipen die Nächte um die Ohren geschlagen und soviele Mochitos getrunken, dass es für dieses Leben und das nächste reicht. Ich kann nur sagen, es war die beeindruckendste Stadt, die ich kenne. Fidel, dann die Geschichte der Revolution, die Kuba Krise, der Traum der Menschen dort nach Freiheit. All das ist in den Mauern dieser Gebäude und in den Strassen Kubas zu spüren. Zumindest ist es damals so gewesen.
Jeder kannte den Priester. Er kümmerte sich um die alten Leute und um die Street-Kids. Auch hier gab es die Taschendiebe und Gangs, Prostitution und Dealer, die dir alles verkauften, was  in Cuba nicht zu bekommen war. Besonders  Zigarren, Rum & leichte Mädchen.

Ein Cent für die Ehre.

Eines Morgens brachte mich der Priester in eine Institution für alte und arme Kubaner, die kein Geld hatten, um sich selber Essen zu kaufen. Hier konnten sie Frühstücken, Mittag und Abendessen. Gemeinsam mit anderen aus der Nachbarschaft, verbrachten sie den Tag, den sie sonst alleine in irgendeiner kleinen Wohnung verbracht hätten. Hier war niemand einsam, ausgeschlossen oder vernachlässigt. Hier kannte man sich. Ein Mal im Monat wird ein Strassenfest organisiert. Jeder nimmt daran Teil und kümmert sich um die Alten und Kranken. Junge Kubaner feiern dann mit den Alten und Armen gemeinsam. Sie lachen und tanzen, essen und trinken und vergessen ihre Sorgen für eine kleine Weile. Doch das ganze gibt es nicht umsonst. Jeder, der sich was zu Essen holt, muss zumindest einen Cent bezahlen. Der Stolz sollte unantastbar bleiben. Das hat mich schwer beeindruckt.

Dein Doc für Alle

In jedem Viertel gibt es einen Arzt, der die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass jeder gesund bleibt. Jeder bekommt einen Termin, den er einhalten soll. Wenn er nicht erscheint, dann wird nachgesehen, ob es ihm nicht gut geht, ihm etwas fehlt, oder er Hilfe braucht. Es wird sich gekümmert. In Havanna ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, dass jemand in seiner Wohnung stirbt und es keiner mitbekommt.
Ich dachte darüber nach:  Was wäre, wenn jeder von uns gleich behandelt werden würde. Wir nicht im Überfluss leben und dennoch alles hätten, was wir brauchen. Wie würde unser Leben dann aussehen, wenn sich die jungen Leute um die Alen kümmern. Die Alten um die ganz kleinen ?
Was meint Ihr ?

 

22 thoughts on “„The Sunday“ 23. Juli

  1. Lieber Hardy!

    Fantastisch, dass Du das ursprüngliche Kuba kennenlernen konntest – nicht nur das ursprüngliche Straßenbild sondern auch die Menschen, die dort leben. Ich war leider noch nicht in Kuba, nur mein Bruder. Ab jetzt wird sich das optische Straßenbild verändern: dann werden die ganzen großen Ketten dort in den unteren umgebauten Ladenlokalen einziehen und du denkst, du bist in einer der berühmten Einkaufsstraßen einer europäischen Stadt. Den Menschen in Kuba wünsche ich dann alles Gute.

    Dein Gedanke, dass Alte sich um Junge kümmern und umgekehrt, ist sehr schön. Ich selbst bin sehr früh Mutter geworden, so dass bei uns 4 Generationen gleichzeitig lebten (das hat den Vorteil, dass man auch sehr jung ist, wenn das erste Kind erwachsen ist). Da wir sehr nah beieinander wohnen, hat das den Vorteil, dass wir viel Zeit miteinander verbringen können und uns gegenseitig helfen können. Aber arbeiten müssen wir schließlich auch noch.

    Ich denke, dass es in Städten etwas schwieriger ist als im ländlichen Bereich, da alles anonymer ist. Auch wird es häufig am Egoismus scheitern oder auch an der Zeit, die jeder einzelne bereit ist, zu geben. Und das ist schon manchmal bei Verwandtschaft ein Problem. Und dann stellt sich die Frage: Warum sollte ich das für Fremde tun?

    Aber ich persönlich finde es gut und wichtig, dass es das Ehrenamt gibt (über Internet kann jeder, der es machen möchte, sich über Kontakte informieren. Auch sind Mehrgenerationen-Häuser heutzutage in Planung.
    Oder ganz klassisch in der Nachbarschaft: wenn einer in Urlaub fährt, dessen Blumen gießen ( welcher Vertrauensbeweis!) oder wenn bei Jemanden die Post im Briefkasten überläuft (ist da etwas passiert?).

    Ich denke, wenn jeder einzelne schon mal in seinem Umfeld seinen guten Beitrag leistet, entsteht ein gutes Netz, welches sich von meiner Seite aus ruhig auf der ganzen Welt ausbreiten kann (mit Viel Kleinem kann GROßES gemeinsam erreicht werden).

    Ich hoffe, dass meine Meinung einigermaßen gut rüberkommen konnte ( ich musste schon viel kürzen, sonst hätte das in jedem Fall den Rahmen gesprengt).

    LG und schönen Sonntag noch, Christiane

    P.S. noch in eigener Sache: ach, ich werde ja auch so gut geführt (bei mir natürlich nur im Kleinen): als ich eben meine geliebte Pferdeveranstaltung (wo ich auch diese Woche einen Tag persönlich da war – ich suche mir immer jedes Jahr einen schönen Tag aus) im WDR sehen wollte und etwas früher einschalte, bekomme ich meinen nächsten Buch-Tipp (eins von einem netten Hannes 🙂 … und dann kommt die Vorschau für nächsten Freitag, den 28.7., dieser Sendung… und da sehe ich, dass DU da Gast sein wirst 🙂 🙂
    Ich bin gespannt, was du dort schönes sagen wirst 🙂 also bis nächsten Freitag um 22 Uhr im WDR

    1. Hallo Christiane,

      Du hast das perfekt zusammen gefasst. Fällt zu dem Thema echt schwer kurz & bündig seine Gedanken zu übermitteln, ist Dir sehr gut gelungen. 🙂

      Lg kathrin

      1. Hallo Kathrin!

        Lieben Dank. Ja, ich bemühe mich. Aber auch ich bin nicht perfekt und auch keine Heilige, was ich sage und tue.

        Ich denke bei euch allen auch oft, dass ich das jeweils Geschriebene hätte schreiben können. Manchmal nicht genau so schön oder auch manchmal teilweise mit dergleichen Worten.

        Ich finde, es kommt auch nicht unbedingt aufs Alter an, ob man besonders viel Lebenserfahrung hat. DU machst das auch sehr gut, finde ich. Und ich denke, man muss auch nicht jede nicht so schöne Erfahrung im Leben selber gemacht haben, um daraus lernen zu können oder Mitgefühl haben zu können (Gott bewahre).

        Ein wenig kommt bei Dir heraus, in welchem Bereich du arbeitest. Dort bekommst du bestimmt auch Viel mit…

        LG Christiane

        1. 😉 aber pssstttt…meine letztens auch rausgelesen zu haben, wo Du tätig sein k önntest.. Ja ich könnte über meinen Beruf und dem tagtäglichen Wahnsinn Bücher schreiben 🙂

          1. Hallo Kathrin!

            Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass du auf meinen Beruf annähernd kommen könntest…Aber ich denke, dass wir vielleicht sogar etwas gemeinsam haben: Dass es mit gesundheitlichen/sozialen Bedürfnissen der Menschen zu tun hat, die zu uns kommen. Und ich glaube, dass die schon ganz schön froh sind, an so welche wie uns zu geraten. Das ist auch das, was mich jeden Tag aufs Neue motiviert 🙂

  2. Das Leben wäre sicher um Längen entspannter, unser Dasein mit einer erfüllender Wertigkeit versehen und Neid und Missgunst könnten durch „Gönnenkönnen“ ersetzt werden.
    Was für eine geile Vorstellung…♥️
    Viele Grüsse

  3. Leider war ich noch nicht in Kuba, aber es ist wieder sehr schön !

    Es ist in vielen südeuropäischen Ländern ja der Fall, dass sich in den Familien viel mehr um einander gekümmert wird und kein alter Mensch in ein Heim abgeschoben wird sondern in der Familie bleibt! Die Lebenslust in den Gesichtern dieser Menschen mit wenig auszukommen und nicht diesen Konsumwahn verfallen zu sein finde ich sehr beeindruckend!!! Die Menschen sind einfach glücklich ohne viel Geld aber mit dem Herz auf dem richtigen Fleck!!! Das durfte ich auf meinen bisherigen Reisen erfahren! Wir können schon viel tun, indem wir auf die Nachbarn acht geben und miteinander reden und aufeinander “aufpassen“! Toll finde ich auch die Mehrgenerationshäuser, wo jung und alt zusammen wohnen und sich gegenseitig helfen. Denn meiner Meinung nach bleiben alte Menschen, die viel mit Kindern zu tun haben im Geiste jung!

    So, nun aber Schluss sonst sprenge ich die Seite!!!

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße

  4. Happy Sunday too ….
    ….. das Thema “ was wäre wenn jeder gleich behandelt wird “ wurde gerade erst Freitag bei uns „heiß“ diskutiert ! Ich versuche das seit Geburt an meinen Kindern beizubringen und eigentlich klappt es bei Ihnen Wunderbar – Kinder sind da halt klüger als so mancher studierter Erwachsene ! Der Direktor unsere Grundschulen ging Freitag in Pension und wurde in einer Pferdekutsche durch das Dorf gefahren „zum Tschüss sagen “ ! Es durften auch Schüler mit ; Kinder von Eltern die eine “ wichtige Stellung“ haben z.B der Kaufmann (der Naschen für Feste sponsort ) da wo der Papa Mediziner ist und die Mama beim Rundfunk und natürlich die Klassenbesten ….
    … Aber für Kinder wo der Papa LKW Fahrer ist oder bei der städtischen Müllabfuhr , die haben evtl nochmal in den nächsten Jahren ihre große Stunde ….! Meine Mädels waren deshalb sehr enttäuscht und fragten warum sie nicht genau so behandelt werden wie ichihnen das immer sage und warum sie trotzdem nett zu anderen sein sollen … In dieser Situation wusste ich selbst keine Anwort ! Ich weiß manchmal selber nicht was in manchen Köpfen passiert …..
    Liebe Grüße dinE 🙂

  5. Lieber Hardy,
    Wollte heute nix kommentieren, nachdem ich die Cubageschichte samt Bilder Eindrücke von Deiner FB-Seite kenne. ( ist da nicht das Foto entstanden mit dem geistgesicht am Himmel od auch 3.auge ?) die Bilder musst hier unbed ergänzen…
    Dann kam jedoch Deine Frage, über die ich mir oft Gedanken gemacht habe – und auch heut wieder wie sich in Cuba umeinander gekümmert wird, war positiv überrascht. Wenn ich es mit uns vergleiche : * Arzt der Patient nach 3.besuch wegschickt, da Budget für Quartal ausgeschöpft, * die Anonymität der Nachbarschaft, * des immer mehr wollens ( größere Häuser als Nachbar /Kollege, teure Geschenke, Weltreisen das ganze Jahr um bei Kollegen anzugeben), *ältere Menschen die nmd haben auf sich gestellt & so verloren sind sich in diesem System durchzusetzen, * Eltern die in Heime abgeschoben sind, weil keine Zeit/Platz sind, od Pflege nicht mehr möglich (kann man nachvollziehen wenn man an eigene Grenzen angelangt ) … krasser vgl zu cuba , findet ihr nicht? Für mich steht hier die Behauptung im Raum, diese armen Länder /Menschen, wissen worum es geht, was im Leben wichtig ist, konzentrieren sich auf’s wesentl. Why? Sie sind nicht mit Oberflächlichkeiten Geld,macht,Egoismus beschäftigt.
    Wie Christiane schreibt, so ist es bei uns auf dem Land auch, man schaut nach der Post, Haus bei Abwesenheit, liefert Nachbar zum Radfahren an nem Platz an u er vertraut Dir an sein Auto heimzufahren….. man kennt sich einfach noch persönlich. Das mit dem mehrgeneration-Haus wird kommen. aber nicht aus Zusammenhalt sondern aus der Not heraus. Die meisten können sich keinen Bauplatz+Hausbauen leisten. Auch gibt es durch den demograf Wandel keine pflege-/heimplätze mehr. Es werden auch mehr Senioren-WG’s kommen. Find ich klasse, so ist man nie allein, immer unter Gesellschaft und ärztlich versorgt…ich denke, es wird noch einen großen Knall geben, der uns hofftl back to the roots führt . In denen jeder ein kleines Dach über den Kopf hat, das nötige Kleingeld zum Leben, Nahrung zu kaufen ( hab grad ne Schnapsidee – viell jeden mit gleichem Startkapital wie bei Monopoly auszustatten hihihij), ich glaube, da wär gleich weniger Neid, Missgunst da und mehr wieder das Gemeinschaftsgefühl, das soziale Netzwerk als “ Natur und Feiern“ zurpck kommt. Wo junge respek vor den alten Menschen haben, die älteren nicht mit Abfindungen in Ruhestand geschickt werden sondern gebraucht werden, dass Oma und Opa wieder mehr in die Betreuung der Enkel einbezogen werden, geht der Trend leicht aufwärts, zumindest ländlich. Dann bräuchte man auch viell nicht mehr soviele Krippenplätze…. mir selber wird grad durch das schreiben klar und wenn ich die alten Heimatfilme anschau und so vgl , puhhhh da kann man sich nur wünschen, dass es sich bald wieder bessert/wandelt……

  6. Hallo Hardy!
    Havanna … da denke ich an Bilder mit viel Orange und Rot. Und es duftet nach Zigarren. Dort, wo die Menschen mit vielen Entbehrungen leben müssen, scheint die Lebensfreude und der Zusammenhalt am größten zu sein. Anders als bei uns, wo man auf die Frage „Wie geht es dir?“ oftmals die Antwort „muss“ oder „geht so“ bekommt …. zuletzt war ich bei meiner Ärztin zur Vorsorge und auf ihre Frage hin, wie es mir ginge, sagte ich „sehr gut'“ …sie hob erstaunt die Augenbrauen hoch … das hört sie wohl nicht oft Jammern macht ja auch alles nur schlimmer … am Ende will niemand mehr etwas mit diesen negativen Menschen zu tun haben. Energiefressr nennt man die … dann doch lieber auf der Straße tanzen! Irgendwo ist doch immmer Musik … vor allem in Havanna. Besonders gefallen mir die Oldtimer, die aus der Not heraus erhalten und zu solch seltenen Schmuckstücken wurden … wäre schade, wenn sie aus dem Stadtbild verschwinden würden. Das einzig Stete ist die Veränderung … kann positiv und negativ sein. Dort, wo man sich kennt, da kümmert man sich auch umeinander. Im ländlichen Bereich und in den Kleinstädten ist das auch jetzt noch so. Manchmal stößt man aber auch an seine Grenzen und braucht einfach professionelle Hilfe. Wenn ein Mensch dement ist, ist es z.B für die Angehörigen oftmals unmöglich, denjenigen zu pflegen und zu versorgen und auf ihn aufzupassen ohne selbst vor die Hunde zu gehen,. In unserer Familie musste noch niemand ins Heim …. toi toi toi. Und wir haben eine tolle Oma, die die Kinder mit groß zieht. Jeder kümmert sich um jeden und lernt auch voneinander und jeder profitiert und hat auch seine Auszeiten. Ein Leben nur mit dem nötigsten würde auch funktionieren. Oft werden Dinge angeschafft, nur weil man anderen imponieren möchte. Oder dieser Wahnsinn mit den Kaffeautomaten … diese Kapseln, die nur unnützen Müll produzieen und mit denen das Pfund Kaffee unglaublich teuer wird. Bei Kleidung ist es auch so. Man will ja nicht immer dasselbe tragen und die Schränke quellen über. Dann die Modebranche, die suggeriert, dass man immer den neuesten Trend haben muss … dabei dreht sich alles nur im Kreis und kommt spätestens nach 20 Jahren wieder! Wenn sich jeder in seinem kleinen Kosmos um andere kümmert, dann ist das schon viel wert. Aber leider gibt es auch sehr viele, denen es herzlich egal ist, wie es anderen geht. Es ist schwierig Menschen zu finden, die sich engagieren … sogar bei uns im Kingergarten wenn es darum geht eine Schicht bei der Tombola auf dem Weihnachtsmarkt zu übernehmen … da wissen die meisten schon ein halbes Jahr vorher, dass sie an dem Wochenede keine Zeit haben … ich hab mich dann mal überall eingetragen und plötzlich ging es dann doch … die Leiterin hat dann die Eltern nochmals persönlich angesprochen. Viele wollen auch gar keinen engen Kontakt zu anderen …. kochen lieber ihr eigenes Süppchen…. sollen sie …. nur wenn Kinder im Spiel sind, misch ich mich schon mal ein. Viele junge Mütter haben keinen Rückhalt von zu Hause und wissen daher leider auch nicht immer, wie man vernünftig mit Kindern umgeht . Im letzten Winter lief eine Mutter mit einem 1 jährigem Jungen bei minus 15 Grad an unserem Haus vorbei . Der Junge saß im Buggy und schrie …. ohne Jacke, Handschuhe und Schal … vom Fenster aus sah ich, dass die Hände des Jungen ganz rot waren … ich ging hinaus und sagte zu der Mutter, dass das so dem Kind zu kalt sei, dass doch Minusgrade herrschen und er Handschuhe anziehen muss! Die Antwort kam prompt: “ Das geht sie nichts an! Das ist mein Kind“ … und so ging sie seelenruhig weiter . Ich rief ihr noch hinterher, dass es mich sehr wohl etwas anginge, aber dass sie die Verantwortung für das Kind hätte. Ich konnte das aber nicht so stehen lassen, daher setzte ich mich kurz später ins Auto uns suchte die Mutter. Ich fand sie auch schnell … ich hielt an, machte das Fenster runter und sagte nochmals zu ihr, dass siie die Verantwortung für das Kind trage, dass ich sie aber bitte, dem Kind Mütze, Jacke und Handschuhe anzuziehen! Der Witz war, dass das alles unten im Korb des Wagens lag … sie hatte das Kind auf dem Arm . Die Hände knallrot. Ich sagte zu ihr, dass dem Kleinen die Hände weh tun. Der kleine war so süss … blond und blauäugig… er hielt mir seine roten kleinen Höndchen entgegen und sagte : „Aua!“ Die Mutter sagte nur genervt: “ Lassen Sie mich in Ruhe! „Mehr konnte ich ja nun auch nicht machen und fuhr wieder nach Haus. Aber kurz darauf kam sie wieder den Weg zurück an unserem Haus vorbei. Das Kind warm eingepackt … ich war froh und dachte nur: geht doch! Aber einen Freunding habe ich mir nicht damit gemacht ! Egal … es bleibt ein Menschheitstraum, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben und gleich behandelt werden … der Mensch ist nun mal eigen und neigt zu Gier und Neid und Bequemlcihkeit. Die, die Milliarden verdienen wissen das ganz genau und nutzen das geschickt aus. Aber jeder, der sich irgendwo engagiert oder spendet, der macht die Welt ein kleines bisschen besser. Aber wem sag ich das? Sowohl du, Hardy engagierst dich für schwächere und alle anderen hier bestimmt auch … Ich wünsche dir Hardy und allen, die sich hier auf dem Blog tummeln einen schönen Abend und einen geruhsame Nacht. Ich freu mich, dass es euch gibt!

  7. What do I think!?…I think we have been all fed a lie. The lie is that there is not enough.Another lie is that we the human race is based on the theory of ‚The survival of the fittest‘. That is actually scientifically proven to be untrue ( Dr.Gregg Braden).Human nature is based on collaboration,cooperation and on mutual aide.

  8. Griaß Di Hardy!

    Cuba ein Traum. Da möcht ich echt mal hin. Ich hab schon mal geschrieben, dass Deine Cuba Fotos besonders ausdrucksstark sind. Man spürt die Verbindung zwischen Dir und dem Land Cuba und den Menschen die dort leben. Freu mich schon auf Deine Ausstellung in good old Vienna. 🙂

    Zu Deiner Frage:
    Hmmm, schwieriges Thema, aber es ist gut und wichtig und richtig auch das anzusprechen! Auf jeden Fall! Cuba mit seinen Menschen ist ein ganz besonderer Ort auf dieser Erde (möcht fast schon sagen magisch 😉 ). Die Cubanerinnen & Cubaner hatten und haben’s wirklich nicht leicht, wirklich nicht! Umso bewundernswerter ihre Lebensfreude, ihre Musik & der Tanz, ihr Zusamenhalt & ihr Stolz!
    Aber bekanntlich hat jede Medaille 2 Seiten und so gut und erstrebenswert die Grundidee einer Gesellschaft ist in der „Hab und Gut“ gerecht und gleichmäßig verteilt sind, so hat dieses System des Kommunismus nie funktioniert und wurde und wird immer nur durch menschenverachtende Diktaturen aufrecht erhalten.
    Die Cubanerinnen und Cubaner die ich bis jetzt kennen gelernt hab, sind sehr herzliche und stolze Menschen, die auch wenn sie im Exil leben, immer noch im Herzen sehr mit ihrer Heimat Cuba verbunden sind. Sie sind selbst noch aus Cuba geflohen oder ihre Eltern und das nicht um mal „ein bisserl die Welt zu sehen“, sondern da geht’s ans Eingemachte.. Folter, Gefängnis…
    Und auch wenn sich unser Oberschlaumi und Stratosphären Jumper F. Baumgartner eine „gemäßigte Diktatur“ wünscht, es gibt keine gemäßigte Diktatur. Es gibt auch kein bisserl Krieg. Es gibt eine Diktatur oder es gibt keine. Es gibt Krieg oder Frieden.

    Von daher is es zu begrüßen, wenn das Cubanische Regime gelockert wird.
    ABER es fehlt ein „Gegengewicht“ und ich befürchte auch, wie Du Hardy, dass das jetzt keine leichte Aufgabe wird die jetzt auf die Cubanerinnen & Cubaner zu kommt. Ich mach mir Sorgen, dass der alles über rollende Kapitalismus wie ein Tsunami die komplett aus einer „anderen Welt“ Stammenden (ich mein 50 Jahre abgekoppelt von unserer „freien“ Marktwirtschaft und Globalisierungsmaschinerie), unvorbereitet trifft.
    Es gibt dort keine Gewerkschaften oder ArbeitnehmerInnen Vertretungen, geschweige denn überhaupt ein Arbeitsrecht… dann kommen alle unsere „Global Players “ und reiben sich die Patschehanderln. Billige Arbeitskräfte und keine Umweltschutzauflagen. Na ganz fein. 🙁

    Die Wahrheit ist unser System funktioniert ja auch nicht, 20% der Weltbevölkerung besitzen 80% der Welt plus, dass es bei uns ja auch an allen Ecken und Enden kracht: die Mittelschicht bricht weg, der Bildungsstandard zumindest bei uns in Österreich grundelt jedes Jahr tiefer daher, ArbeitnehmerInnen Rechte werden ausgehöhlt und damit einhergehend steigt die soziale Gleichgültigkeit, Abgestumpftheit bis hin, ja ich muss sagen auch sozialer  Kälte. Empathie was ist das?
    Das gerade die sozialen Berufe chronisch schlecht bezahlt und unterbesetzt und von unserer Politik stiefmütterlich behandelt werden, macht es nicht besser! Und dann hamma da ja noch so herrliche Schwachsinnigkeiten wie TTIP und CETA. Na super.

    Doch wie geht man damit um?
    Die Dinge beim Namen nennen, ansprechen, darüber diskutieren – Danke Hardy, dass Du das hier auf Deinem Blog  machst!

    Die Gedanken sind frei und jeder Wandel beginnt im Herzen und im Kopf! 
    Den Mund aufmachen! Wählen gehen (das für einen persönlich geringste Übel 😉 ). Signale durchs eigene Konsumverhalten senden. Es gibt genug ernstzunehmende Unterschriften Aktionen. Mal bei einer friedlichen Demo ein Stückerl mit zu gehen. Betonung liegt auf friedlich (und nicht dieser linksradikale voll Pfosten Haufen – siehe Hamburg).

    UND WENN’S UM DIE MENSCHLICHKEIT GEHT?
     Gerade da kann JEDE/R  mitmachen.
    Ja, es geht um diese viel zitierten und doch so wenig mehr vorkommenden kleinen Gesten, ein Plauscherl mit der älteren Dame die man im Supermarkt trifft oder wenn eine Freundin krank is fragen, ob sie etwas von der Apotheke braucht. Kennt eh a jeder, trotzdem wird es immer seltener umgesetzt…

    Ans „Eingemachte“ geht’s wenn  es deinem Gegenüber länger schlecht geht und du ihm nicht helfen kannst, weil es da jetzt im Moment eben keine Lösung gibt (Krankheit, Trauer..). Dann heißt es einfach nur da zu sein. In dem Moment wo man bei diesem Menschen ist, DA ZU SEIN und es auszuhalten, dass man mehr nicht tun kann.

    Fast alle in meiner Family sind im medizinischen und sozialen  Bereich und so war ich immer schon sozial engagiert und hab ehrenamtlich mit geholfen. Vor vielen Jahren hab ich auch einen Sommer lang bei München ein Praktikum in der Altenpflege gemacht. Und es war ein gutes Altenheim, keine Missstände oder dergleichen und trotzdem zu wenig Zeit für die alten Menschen. Zum zubi rehrn (weinen) für mich war die spürbare Einsamkeit der Patienten dort, kaum zu ertragen. Es war auch kein verpflichtendes Praktikum, ich hätt abbrechen können. Ich konnte das alles auch nicht ändern dort, aber ich bin geblieben. In der Zeit in der ich dann vor Ort war, hab ich das Beste daraus gemacht, zammen Fenster gschaut, Bienenstich gefüttert, über die gleichen alten Witze immer noch glacht, schöne Frisuren gemacht, Peter Alexander Kassetten besorgt und angehört.

    Traurig ist, dass es bei uns normal ist soviel an sozialer Verantwortung an den Staat abzugeben, der wiederum die ganzen Aufgaben kaum mehr schultern kann.

    Ein Lob an die Cubanerinnen & Cubaner, Respekt und Chapeau für Euren Zusammenhalt!

    Das was mir Hoffnung gibt, dass die Cubanerinnen & Cubaner ihre Zukunft stemmen werden, ist ihr Stolz gepaart mit einer ordentlichen Portion Sturheit.

    Also liebe Cubanerinnen & Cubaner seid’s a bisserl stur und zeigt’s dem Kapitalismus was er Euch kann…. nämlich gern haben 😉

    Viva La Vida
    Viva La Cuba

    Heidrun

    1. GUMO Ihr 2,

      ich schließe mich Euch an. Ihr schreibt beide immer toll und trefft auch immer die gleiche richtung wo man selber geht/denkt.
      Und ich bin sooo froh, dass auch Ihr, die Energien von hier rauszieht und wir alle auf der selben Längenwelle schweben. Schad, dass wir alle soweit auseinander sind, ich bräuchte mehr solche Menschen im alltag.
      wünsch euch einen tollen Tag und das ihr besser drauf seit wie ich
      @Heidrun, wg Emailaustausch hab bei Hardy mal angefragt, aber leider (bis jetzt)keine Rückmeldung bekommen 🙁 Müss ma halt hier verbunden bleiben 🙂

      GLG

      1. Griaß Di Kathrin 🙂

        Ja, des mit dem Beamen haut leider no net hin. Menno…. is echt schad, dass ma alle so weit auseinander liegen; also geographisch net Wellenlängen mäßig 😉 . Der Hardy hat sicher viel um die Ohren… Ich schick morgen auch a kurze Nachricht (dann is a offizielle Zustimmung von beiden Seiten) und dann abwarten und Tee trinken.

        Hmm, das klingt net so als ob du grad supi Urlaubsstimmung hättest. Oft is so, dass es grad am Anfang vom Urlaub a mal alles aus lässt, grad dann a Erkältung kommt oder belastende Gedanken kreisen…

        Was immer es is, ich wünsch Dir, dass es sich auflöst und Du noch was hast von Deinem Urlaub! Gönn Dir jeden Tag was Gutes!

        GLG Heidrun

  9. Wow, Heidrun!

    Was für ein Beitrag! Top geschrieben! Du nennst die Dinge wenigstens beim Namen (ich habe mich nicht recht getraut das Fass aufzumachen, da ich immer so Viel schreibe und immer so viele Beiträge schreibe und habe das Thema Cuba nur angerissen).

    Ich hoffe, dass es dir ein bisserl besser geht, und dass es langsam bergauf geht. Und auch dass dir der Austausch hier auf Hardy’s Blog Kraft gibt.

    Ich schicke dir eine Umarmung und ganz viel positive Energie.

    P.S.: Könntest du eigentlich meinen Fernsehtipp mit Hardy über Internet/Mediathek sehen (wenn du das denn willst)?

    @Hardy: ich hatte ganz vergessen zu schreiben: Mir gefallen deine 3 Fotos (inkl. Titelfoto) sehr gut.

    1. Liebe Christiane!

      Lieben Dank 🙂

      Ich bin erst montags dazu gekommen zu Schreiben.. und hab dann geschrieben und geschrieben.. packendes Thema .. und dann hab i mir dacht… uiii, das is doch a bisserl viel geworden, ob das net a wengerl too much is?

      Umso mehr freu i mi über Deine Rückmeldung 🙂 !

      Ja, es geht mir bisserl besser (Danke der Nachfrage!) und ja, Hardy’s Blog zählt zu meinen Highlights & „positiven Inseln“. 🙂

      Mir geht’s genauso wie Dir: Ich denk mir auch oft bei Euch allen und gerade bei Deinen Kommentaren: meine Herren , yiep, genauso is es, seh‘ ich auch so!

      Ich glaub wir surfen hier alle im grossen und ganzen ziemlich auf einer Wellenlänge 😉 !

      Danke für Deinen TV Tipp! Mediathek hab i no net versucht, aber ich empfange eh WDR.

      Ich wünsch‘ Dir noch einen schönen -high life- positive waves – Sommer is great – Rest Urlaub! Lass es Dir gut gehen!

      Big Hug & Alles Liebe

      Heidrun

      P.S.: Du kannst gar net zu viel schreiben, Deine Kommentare sind immer eine Bereicherung 🙂

      1. Hallo Heidrun!

        Ja, ich finde hier auch sowieso jeden Beitrag toll. Schließlich macht sich hier jeder Gedanken (ob er sie niederschreiben, oder nicht) bzw. schreibt auch über das, was ihn oder natürlich sie bewegt.

        Vor allem die englischsprachigen Kommentare: auf Englisch wird alles so „auf den Punkt“ ausgedrückt. Ich liebe das Wort „to care“. Im Deutschen gibt es so viele Wörter, die das füllen können. Auf Englisch sagst du „care“ und es ist alles gesagt.

        Es sollte mehr Menschen geben, die zueinander sagen: „I care for you.“

        Das fiel mir noch zu Hardy’s Thema ein.

        Schon toll hier dieser internationale/globale Blog 🙂 LG

        1. Griaß Di Christiane!

          Siehst Du wieder ein Kommentar mehr, wo ich mir denk: Yiep, so schaut’s aus 🙂 That’s it 🙂

          Ich wünsch Dir no a guats Nächtle & Take Care Of You 🙂

          GLG Heidrun

          Good Night, Godnat, Buenas Noches, Buonanotte, Dober Noc, Kalinychta & Bonne Nuit To Everybody Out Here (mei bescheidener mini Beitrag zur Internationalität von Hardy’s Blog 😉 )

  10. Hallo Katrhin und Heidrun! Seid ihr denn nicht auf Facebook? Dorrt könntet ihr euch doch auch verbinden. Ich freu mich, dass ihr euch auf Hardys Blog auf derselben Wellenlinie getroffen habt! Ich habe auch über Hardys Facebook Seite eine liebe Freundin gefunden! Wenn ihr mögt, dann schreibt mir eine E-Mail an meine E-Mail Adresse und ich leite die Adresse der anderen dann an euch weiter, wenn ihr sie hier nicht veröffentlichen wollt. [email protected] … das ist meine Firmen email , die eh öffentlich ist . Schriebt mit dem Stichwort „Blog“ und schreibt, an wen ich die Adresse weitergeben soll.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende noch!

    1. Hallo Silvia,

      Ich bin schon bei Fb nur leider Heidrun nicht, drum erschwert’s des ganze bissal 😉 das freut mich sehr, dass Du eine neue Freundin finden könntest. Manchmal braucht man einfach neuen, frischen Wind. Das Leben schreibt die schönsten Zufälle wie man sich begegnet ist. Im übrigen wollte ich noch zu Deinem Kommentar sagen : ich finde es wahnsinnig toll u mutig, wie Du die Mama angesprochen hast. Mir hats fast das Herz zerbrochen , als das Kind Dir übermittelte, dass es friert u schon schmerzen hat. Ich frag mich, was sind das für Mütter ? Manche wünschen sich sosehr ein Kind, geben dafür alles, und bei den anderen klappt es als Unfall u gehen dann so mit dem Kind um. Respekt, dass Du der nachgefahren bist. Soviel Mut & Courage muss ma erst mal haben….
      Danke für Dein liebes Angebot, ich Mail sie Dir, viell klappt es ja u Heidrun liest es auch…
      Danke für Deine Hilfe u einen sonnigen So!!!
      Lg

  11. Hola Hardy, mi amor, mi inspiración, mi luz, mi vida! Hand aufs Herz! Liebster, was für ein wundervolles Titelbild! Zwei schöne Engel volle Unschuld, gefangen im Bild. Ein schöner und unvergessilicher Moment der Besonderheiten. Kaum ein Gefühl ist so stark wie die Liebe und das Vertrauen zwischen Eltern und Kindern. „Wie sie da neben dir liegt und geborgen schläft“. Es ist einfach schön, dieses Bild zu betrachten und zu fühlen. Danke für das teilen dieses Bildes – dieser wunderbarer Moment – der nicht nur im Bild gefangen ist. “ Você é um pai Herói!

    Das Bild wo der Junge Mann zu sehen ist, da habe ich zwei mal hin geschaut. Wenn man das Bild nicht wahrnimmt – meint man, dass er nur einen Arm hat. Auch ein sehr spezielles Bild mit starkem Charakter.

    Was mich beim betrachten des dritten Bildes beeindrückt hat, war der Kontrast zwischen dunkel und hell – auch ein Strahl der von einem der Augen des vordersten Mädchen scheint – sowie eine leuchtende Kopflaterne die auf irgendeine Stelle fokusiert ist.

    Wenn ich an Havanna denke, denke ich an leckere Gerüche, die in der Luft schwebten. Die Gerüchen von frisch gepacktenen Tortlilias, fritierte Kochbannen, Zigarren, Rum und frisch gerösteter Kaffee. Ich denke an dunkle glatte und glänzende Haut, an ein Lächeln das so breit ist wie die Sonne, an schöne Zähne die weiss sind wie Milch. Ich denke an der süssen und einmaligen Geschmack von geschältem Zuckerrohr auf der Zunge.
    Ich denke an fröhlichen Menschen auf der Strasse, mit ihrer Musik, ihrem Körper in Bewegung, die durch ihrer Tanz des überlebens, die Augen und die Seele der Reisenden in ihren Bann ziehen. Ich denke an stürmische Tage, wo Wellen sich über die Mauer auf der Strassen zerschlagen, an den Sonnenuntergang der die Gebäude im Abendlicht zum leuchten bringt. Ich denke an Automodelle der 50er Jahre, an Strassen mit ihrem bunten und magievolle Häuser, an das harte und gleichzeitig schönes Leben der kubanern. Ich denke an schöne Landschaften, die die einem das Herz zum blühen bringten…, an schöne Strände mit warmen Wasser, schöne Muscheln und bunte Fische.

    Kuba weckt bezaubernde Emotionen, obwohl es kein grosses Land ist. Dort regiert Glanz und Kontraste gleichzeitig. Glanz der Geschichte und Kontraste zwischen Lebenslust, Hoffnung, Schönheit und Armut. Diese Kontraste ist für mich vor allem in der Stadt Havanna sehr visuell: Auf einer Seite, die Schönheit der Arquitetura, Glanz der Geschichte und der Kultur – und auf der anderen Seite die Armut. Eine Armut, die schockiert und gleichzeitig die Lebenslust der Kubaner, die einem über den Wert des da seins beleert und einen die Augen öffnet für das, was wirklich im Leben zählt: An sich glauben, zusammenhalten, hinhöre, mitmachen und helfen wo es gebraucht wird – ohne zu fragen wozu und warum.

    Für mich ist Kuba ein Land der Magie zwischen dem alten und dem neuen. Trotz wirtschaflitlichen Probleme hat das Land seine Identität mit grossem Mut und Stolz bewährt. In dieser Hinsicht finde ich gut, dass die kubaner Stolze Menschen sind.
    Kubas Herz „Havanna“ hat nicht nur eine Hauptadern. Eine dieser Adern, ist das Gesundheitssystem dort. Trotz aller Problem, gilt es als eine der besten der Welt – auch in Biotechnologie sind sie gut drin.
    Fidel Castro eröffnet 1999 die Internationale Medizinhochschule – und die Regierung vergibt Stipendien an Söhne und Töchter armer Familien aus aller Welt, um dort in Havanna Medizin zu studieren. Ich denke heute, hätte ich Brasilien nicht verlassen, hätte ich mi Sicherheit alles in meiner Macht getan, um ein Stipendium zu bekommen – denn ich hatte einen Traum: Ich wollte entweder chirugische Ärztin, Jornalistin oder Schauspielerin werden.
    In Kuba werde die Ärzte als „Botschafter der Revolution angesehen“ – und so kann Che auch weiter leben.

    Weltweit sind viele kubanische Ärtze in Einsatz. Zwischen 2012-2016 sind in Brasilien beinhahe mehr als 25.000 kubanischer Ärzte im Land verteilt worden. Die brasilianischen Ärzte wollten nur die Elite-Mitglieder behandeln – und sie haben sich geweigert die untersichicht zu behandeln. Sie haben von der Regierung sehr höhe Löhne verlangt. Sie wollten damals zwischen 25.000 – 30000 pro Monate bekommen. Die Regierung hat sich geweigert und holte die kubanischen Ärzte nach Brasilien. Sie erhalten einen Gehalt zwischen 6.500 -10000 Reais pro Monate.

    Aber zum Glück, geht es mit Kuba politische und wirtschaftlichen gesehen langsam auf. Ich habe eine Bekannt aus Kuba, und sie sagte, das Raul Castro, wirtschaftlich langsam angeht, weil er füchtet die Kontrolle über das ganze zu verlieren. Und ich bin in der Meinug, das es besser so ist. Denn Hugo Chávez war der wichtigste verbündete der Castros. Die kubaner haben durch ihn öl zu Vorzugspreisen gekauft – und weiterverkauft und dadurch ihre Divenkasse verbessert. Schon vor langer Zeit war die politische und wirtschaftliche Lage in Venezuela nicht lustig – und jetzt scheint alles ausser Kontrolle zu sein – und das ist auch ein Faktor, der Gefahr bedeutet. Diese Faktoren bestimmten auch das Schiksal Kubas auf einer anderen Ebene. Auch ausländische Investoren haben ein Augen auf Kuba geworfen. Sie warteten wie hungrige Löwen auf eine gute Chance, dass sie alles es mit Haut und Haaren hinunter schlingen können. Es kann sein, dass die kubanische Regiereung am Anfang sich in quer stellt – aber die Frage ist, wie lange sie das durchhalten werden, denn Geld braucht das Land. Wie du geschrieben hast, die Freiheit – ist im Sinn der Worte, keine Freiheit. Und das ist Schade, denn die kubaner verdienen ein Leben mit Qualität.

    In Kuba gibt es auch so wie in Brasilien ein Offizieles Fest. Dieses Fest ist ein muss für jede Familie die Töchter hat. Wenn die Tochter 15 Jahre alt wird, wird sie wie eine Braut oder Princezin gekleidet. Es wird, wie in Kuba üblich ist, in grosser Gesellchaft gefeiert. Das schönste daran ist, dass es Eltern gibt, die ihr ganzes Erspartes für diesen besonderen Moment ausgeben. Und Elten die über keine Einkommen verfügten, werden von der ganzen Familien und Nachbarnschaft unterstüzt. Ich finde das mehr als bemerkenswert.

    Es lief mal eine Dokumentation über Flora und Fauna Weltweit. Kuba war auch dabei. Sie haben über ein Korallenriffe dokumentiert. Diese Dokumentation zu sehen, hat mein Fachwissen über den Ökosystem erweitert. Das Korallenriffe ist sehr schön und verfüfgt über ihr eigenes Ökosystem. Menschen die dort Tauchen gehen – Tauchen respektvoll – weil sie es nicht zestören wollen.

    Deine Frage nach “ was wäre wenn…? Es wäre einfach schön. Denn ich kenne das. Dort im Dorf wo meine Mutter wohnt, funktioniert diese Art von Betreuung noch. Es ist ein kleineres Dorf im vergleich zu manchen Ort in Brasilien. In grösseren Städtchen ist das nicht ganz möglich. Wir haben auch in Brasilien überfüllten Altersheime und Eltern die dort einfach hingebracht werden, ohne Chcance auf ein Wiedersehen. Traurig, aber wahr! Dort ist auch das System Krank und teil der Menschheit will von den Probleme und Not der anderen nichts wissen. Sie sind auch der Falle der Moderne Konsumwelt gefangen – und manche stehen nicht mehr auf. Sie leben das heute, ohne darüber nach zu denke, dass sie alle einmal älter werden – mit Glück, noch gesund. Manche Menschen dort und auch hier haben sich daran gewöhnt, den Rücken zu zeigen wenn es irgendwo brennt. Es muss alles einfach sein und schnell gehen. Ich habe auch hier schon als Krankenpflegerin gearbeitet. Ich habe vieles gesehen, dass nicht in Ordnung war. Die Situation mancher Bewohner hat mich traurig und nachdenklich gemacht. Dort ist End Station, für alle die dorthin kommen – vor allem für die, die niemanden haben. Auch so geht das Leben weiter für uns.

    Danke für diese Tolle Betrag über deine Kuba Erlebnisse. Ich habe Spass am lesen gehabt – und danach Gedanken darüber zu machen. „Hardy Liebster, você quer aprender a minha linguagem“?…Rssss…Eine wundervollen Umarmung mit Zauber. Um beijinho na ponta da orelha. Wir denken an dich. LG

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