„the sunday“ 17.11.

Meine Seele reist meinem Körper hinter her. Der Körper ist zurück. Zurück in Berlin. Die 2 Stunden, die wir am Anfang unserer Reise geschenkt bekommen haben, sind uns heute Nacht wieder genommen worden. Die Bilder bleiben! Bilder von einer Stadt, die schon viel hinter sich gebracht hat. Beira in Mosambik -Bürgerkrieg, Krankheiten, Epidemien und zuletzt Zyklone. Das Land hat schon einige Katastrophen überstanden, doch „Idaii“ und „Kenneth“ waren die schlimmsten Zyklone, die das Land je gesehen hatte. Das Land hadert mit seinem Schicksal.

 

Meine Seele reist meinem Körper hinter her.

Alice und ich liefen durch die Stadt, standen Strand, fuhren über staubige Strassen in das Landesinnere. Begegnungen und Eindrücke, die uns lange noch beschäftigen werden- zerstörte Schulen, Krankenhäuser und Orte die neue Hoffnung schaffen sollen für Menschen, die alles verloren haben. Camps- die den obdachlosen zerrütteten Familien und Kindern, die Geschwister oder Eltern verloren haben ein neues Zuhause geben: Land-neues Land für eine Zukunft die noch ungewiss ist, denn die provisorischen Häuser und Zelte werden die bevorstehende Regenzeit wohl kaum überstehen. Hoffnung ist dfas, was die vielen Hilfsorganisationen diesen Menschen geben können. Sie leisten teilweise übermenschliches mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen.

Eines ist mir wieder klar geworden. Liebe und Fürsorge ist die beste Medizin, die es gibt. Sie lässt die schlimmste Situation überstehen. Sie zaubert wieder ein Lachen in die Gesichter der Kinder. Eine Umarmung eine liebevolle Geste kann Wunder bewirken. Sie kann vieles heilen. Gibt Hoffnung und Zuversicht.  Wir haben alle die Fähigkeit und doch lassen wir das oftmals gar nicht zu.

Ich habe viel darüber nachgedacht und stolpere immer wieder über die offensichtliche Vereinsamung jedes einzelnen innerhalb unserer Gesellschaft. Ist es die Digitalisierung unsere unterdrückten Gefühle, die uns verfremden ? Ich kann kaum erkennen, das die Menschen offen aufeinander zu gehen. Ohne Zweifel oder ohne voreingenommen zu sein. Ich erlebe es kaum noch, dass Menschen mit positiven Gesten um sich werfen. Wenn sie das tun würden, wenn sie einfach auf fremde Menschen mit einem offenem Herz zu gehen würden ohne etwas zu fordern ohne Hintergedanken-sondern einfach, weil sie gerade sowas wie Glück empfinden und das teilen wollen, dann würde sich die Welt plötzlich anders herum drehen. Diesen Gedanken finde ich wundervoll.

Liebe und Fürsorge ist die beste Medizin

Wir haben das gerade erlebt. In einer Welt mit Hunger und Not ! Jeder von uns kann die Welt verändern und hat eine unglaubliche Kraft Großartiges zu vollbringen, wenn er mit einem offenen Herzen durch die Welt gehen lernt.

Viele Organisationen sind vor Ort in Mosambik und anderen Ländern wie Malawi oder Südsyrien. Wir können ihnen helfen, sich  wieder auf die Beine zu stellen, Krankheiten zu bekämpfen, ihren Hunger erträgliche zu machen… doch die Würde und Liebe ist das, was die Menschen brauchen! Überall auf der Welt!

Obwohl ich an das Gute im Menschen glaube und auch weiß, dass alles was passiert- aus einem bestimmten Grund passieren muss…habe ich oft hinfallen und wieder aufstehen müssen. Ich kann Euch sagen, dass ich viel Lehrgeld bezahlen musste um trotz allem daran zu glauben, dass wir Menschen in der Lage sind – JEDER EINZELNE VON UNS  – Positives und Großartiges zu leisten. Für andere Menschen und vor allem für sich selbst.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag. Genießt das Leben und das Glück !

4 thoughts on “„the sunday“ 17.11.

  1. Lieber Hardy!
    Sogar bei uns in Deutschland sind sehr viele Kinder oft schon viel zu früh auf sich selbst gestellt. Selbstständigkeit ist natürlich wichtig, aber ebenso das Vertrauen, die Geborgenheit und die Liebe der Familie. Entsteht hier in der Kindheit ein Mangel, so wird es den Menschen auch später schwerfallen, Gefühle zuzulassen und echte Liebe weiterzugeben. Wir werden in diese Welt hinein geboren und sind auf den Schutz unserer Familie angewiesen. Wenn der Punkt erreicht ist, an dem wir unsere Schutzbefohlenen in die Obhut anderer Menschen geben müssen, dann liegt es an uns, uns diese Anderen so genau wie nur möglich im Voraus anzuschauen und ständig zu prüfen, ob unsere Kinder wirklich glücklich und beschützt sind. In Mosambik zum Beispiel übernehmen UNICEF und andere Hilfsorganisationen diese große Verantwortung. Danke, an dieser Stelle für Eurer persönliches Engagement. Ich sende hiemit eine herzliche Umarmung an die „KRÜGER-Bande“ ;-). Ein Mensch allein kann die Welt nicht retten – aber zusammen haben wir eine größere Chance etwas zu bewirken. Auf das wir uns alle umarmt, beschützt und geliebt fühlen.

    Eure Larissa 😉

  2. Hallo 🙂

    Auch wenn Eure Reise nicht lange war , so hoffe ich , das ihr den Menschen in Mosambik etwas „normales Leben“ zurückgeben konntet . Alles gute weiterhin für dieses Projekt

    Eine schöne Woche weiterhin wünsche ich Euch Dine

  3. „DIGNITY“… das ist ein beeindruckender Bildband mit Fotografien von Dana Gluckstein.
    Die Aufnahmen schaffen es, Dein Herz zu bewegen… wenn Du Dich darauf einlässt…

  4. Lieber Hardy,

    Respekt für euren tollen Einsatz!
    Keine Frage, all diese Menschen benötigen Hilfe, Aufmerksamkeit, Unterstützung, Fürsorge und über Organisationen wie Unicef und andere bekommen sie dies auch.
    Doch, wie sieht es in unserem unmittelbaren Umfeld aus? Bei unseren Freunden, bei unseren Eltern, unseren Kindern? Wie oft fragen wir sie: „Was machst du? Wie war dein Tag? Kann ich etwas Gutes für dich tun?“ Wie oft nehmen wir unsere Kinder in den Arm? Merken wir es überhaupt, ob es ihnen gut oder schlecht geht?
    Ich versuche es und hoffe, dass ich meinen Lieben das Gefühl gebe, ich bin immer für sie da! Ich glaube, es gelingt mir!
    Und so bin ich froh und glücklich, wenn ich schon im kleinen Rahmen Hilfe geben kann. Es reicht manchmal ein offenes Ohr, eine Umarmung, einfach nur DA zu sein.
    Dann findet auch meine Seele ihren Frieden!

    Ich wünsche ALLEN noch einen schönen Sonntag!
    Alles Liebe
    Gabi

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy