„The Sunday“ 11. Juni

Eine Hommage an die Stadt der Liebe…

„Vicollo del Gallo“ war eine kleine Gasse, die vom „Compo de`Fiori“ zu erreichen war. Eine von Millionen Gassen in der schönsten Stadt der Welt. Roma! Tausend Winkel und Gassen, Brunnen und Plätze, geheime Orte, die wohl nur der Vatikan kennt und dieses wunderbare Chaos von Motorinis (Vespas) und Autos, die sich durch die von Menschen überfüllten Strassen schlängeln. Menschen, die das Leben zelebrieren, trotz des Lärmes im Gehen essen und telefonieren, sich lauthals streiten und diskutieren. Dazwischen die Karabinieri, die mit ihren schönen Uniformen hier Autorität sicher den Machenschaften der Mafia zu verdanken haben. Was für eine wundervolle und verrückte Stadt! Die kleine Wohnung in der „Vicollo del Gallo“ war im zweiten Stock gelegen und wenn ich das Fesnter aufmachte, saß ich schon in der Küche der alten Dame von gegenüber, die mich immer freundlich grüßte. Zwei mal am Tag. Morgens mit einem Kaffee und einem Croissant in der Hand und abends mit einem „Salute“ oder „Chin Chin“ und einem Glas gefüllt mit Rotwein. Von Anonymität einer Großstadt kann hier in der kleinen Gasse wohl nicht die Rede sein. Das Leben hier ist laut und bunt. Ich kannte die ganzen Geschichten und die Dramen dieser Familie gegenüber schon nach wenigen Tagen. Mein Schreibtisch, an dem ich die Nächte mit schreiben zubrachte stand genau vor dem Fenster und es war unmöglich sich dem Leben der Mazzinis zu entziehen.

ROM

Signora Mazzini, die Fau von gegenüber, war die Herrin des Hauses. Ihr Sohn, der ein kleines Geschäft führte und den ganzen Tag damit beschäftigt war, Antiquitäten zu restaurieren, war unglücklich. Er beklagte sich über zu wenig Aufträge, sein Leben und über seine Frau. Ja! Die Liebe ist in Rom ein großes Thema. An jeder Ecke und kleinen Gassen dieser Stadt kann man erleben, wie Menschen sich verlieben und sich unter Brücken küssen, Glückspfennige in den Brunnen werfen, damit die Liebe nie vorbei geht und der Moment für ewig anhalte. Im nächsten Moment sieht man ein Paar sich streiten, die Dame weint, der Mann gibt mit seinen Händen, wie ein Tenor durch sein Dirigentenstab den Takt, den Rhythmus der Dramatik an, bis der Blumenmann vorbei kommt, und die Situation mit einer Rose klärt, die Dame wieder lächelt und der Mann stinksauer das Weite sucht. Wunderbar! Das ist Italien. „La dolce Vita!“ Das süße, schöne Leben mit allen Facetten und Farben. Wie eine schöne tragische Oper. Ja, das ist Rom!

Franco Mazzini, der Antiquitätenrestaurator von gegenüber liebte auch die Oper. Während er sich an den alten Möbel und Bilder zu schaffen machte, gab er „La Traviata“ und andere berühmten Opern zum besten. Sein größter Fan war, wie sollte es auch anders sein, seine Mama. Ich selbst bin, was Opern betrifft, nicht sehr erfahren, doch mir ist nicht entgangen, das einige Töne, da nicht hingehörten.

Ich muss zugeben, dass es nicht immer so leicht war, sich zu konzentrieren. Oft saß ich an meinem Schreibtisch am Fenster der kleinen Gasse mit wirren Gedanken. Soll ich mich nun quälen und weiter schreiben oder runtergehen und ihn an seinen frisch restaurierten antiken Stuhl fesseln und knebeln? Die Konsequenz dieser Maßnahme würde aber bedeuten, dass ich eine gehörige Tracht Prügel von der netten Frau Mazzini zu erwarten hätte und das Risiko wollte ich wirklich nicht eingehen. Ich habe ja großen Respekt vor dem Alter. Besonders wenn sie römische Mamas sind. Mit denen ist nicht gut Kirschen Essen. Tu am besten, was sie sagen, dann hast Du ein gutes Leben. Das weiß auch jeder italienische Junge! Wenn man genau hinsieht und kleine freche Jungs mit gequälten Gesichtsausdruck sieht, dann haben die bestimmt roten Ohren. Es liegt dann klar auf der Hand. Sie haben was ausgefressen und waren bei Mama um sich eine Lektion abzuholen.

Der Familienzusammenhalt ist in Italien ganz anders als bei uns. Für einen Mann gilt: „Erst kommt die Familie! Nein! Erst die Mama und dann die Familie und später irgendwann dann die Ehefrau“. Aber nur wenn sie mindestens genauso gut kochen kann und das Zepter in die Hand nimmt, wie Mama.

So war es früher. Heute sind die Frauen viel emanzipierter, was im Fall von Fraco Mazzini bedeutet, dass er nun zwei Frauen in seinem einfachen Leben hat, die beide das Zepter in der Hand halten.

„Viola“, seine Frau war eine außerordentlich hübsche Frau und die Personifizierung der italienischen Emanzipation. Zum Leid vom Mama Mazzini. Sie verdrehte wohl jedem in der Stadt den Kopf und pflegte jeden ihrer Auftritte genau zu planen. Sie kam nicht einfach durch eine Tür! Oh nein! Sie erschien! Wie eine Diva aus einem alten Fellini Film. Das Gesicht geschminkt und von einer dramatischen Flut an Gestik umgeben, verwirrte sie die anwesenden Frauen und betörte die Herren, die ihre Augen nicht mehr von ihrer Figur lassen konnte. Sie sorgte für Aufregung. Für Steit und Dramen und der einzige, den das nicht interessierte, war Franco. Ihr Mann! Ich liebe dies Familie!

Das große Drama Roms oder Italiens im allgemeinen ist, dass die Emanzipation der Frau dafür gesorgt hat, dass die einst so gebärfreudigen Damen sich nun nur um ihre Karriere kümmerten und das mit allen Konsequenzen. Die Männer interessiert das ganze gar nicht so und so entsteht eine ganz neue Gesellschaft in Italien. Die Auswirkungen sind dramatisch, wie mir Mama Mazzini  mir bei einer Tasse Espresso eines Tages erklärte. „Sie werden alle einsam und unglücklich aus dem Leben treten, wenn sie nicht mehr hübsch und jung sind, die Männer sie verlassen haben und wir haben keine Enkelkinder mehr, die uns das Leben und das Glück schenken.“ Sie hat Recht!

Die Sommernächte am „Campo de`Fiori“ waren wunderschön und ich hatte wohl kaum eine bessere Stadt finden können um ein Buch zu schreiben. Ich saß an der Piazza und beobachtete die Menschen. Das Leben ist zwar ziemlich chaotisch in einer so stressigen Stadt wie Rom, aber doch ganz wundervoll einfach. Am Morgen trifft man sich auf einen schnellen Espresso in der Bar. Jeder geht dann seiner Arbeit nach. Mittags sitzt man in einem Restaurant und isst gemeinsam einen Teller Pasta und wenn es dunkel wird, dann versammelt sich die ganze Stadt auf der Piazza. Es ist nicht notwendig sich zu verabreden. Du ziehst Deine Schuhe an, schnappst Dir Deine Vespa und ziehst los. Auf der Piazza triffst Du viele Leute, die Du kennst. Musik tönt aus allen Ecken, Gelächter und Fetzen von Geschichten streifen Deine Ohren, alles natürlich mit der italienischen Dramatik. Zusammen mit alle diesen Menschen steht man auf der Piazza und genießt die Stimmung und die Fröhlichkeit. Man feiert das Leben! Ohne große Pläne lässt man die Nacht auf sich zu kommen und meistens endet eine Samstagnacht mit Freunden beim Sonnenaufgang auf irgendeiner Rooftopbar.

Müde und mit einem Kopf voller Geschichten lege ich mich ins Bett meiner kleinen Wohnung in der „Vicollo del Gallo“. Das Fenster steht offen und ich rieche den Espresso und das frische Brot von Mama Mazzini von gegenüber. „Francoooo –  vieni qui dai!“, ruft sie. „Francoo, komm her, na mach schon!“ Die Oper verstummt und ich kann jetzt ruhig einschlafen… Aber ein Gedanke geht mir durch den Kopf: „Wo ist Viola?“

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und macht es so, wie die Römer!

Genießt das Leben…

 

Euer

 

Hardy

 

 

 

 

 

 

 

 

28 thoughts on “„The Sunday“ 11. Juni

  1. Sehr sehr schön geschrieben ❤️
    Ich will mein Leben mit dir genießen und ganz viele Enkelkinder bekommen ❤️
    Dicken Kuss,
    Leily

  2. Lieber Hardy!

    Faszinierend: Du hast mich/uns wieder mitgenommen auf eine Reise nach Rom – die ewige Stadt! Mit allen Sinnen hast Du mich mitgenommen; ich konnte mir alles bildlich vorstellen, was Du geschrieben hast und konnte den Espresso von Mama Mazzini fast riechen…ach nee…war mein eigener hier 😉

    Was ich an Rom so toll finde, ist, dass man alle Sehenswürdigkeiten wirklich zu Fuß ablaufen kann. Auf dem Hoteldach konnte man alleine frühstücken, weil die anderen zu faul waren, ihr Essen hoch zu tragen (es war noch keine Saison). But I love it.

    In Rom ticken die Uhren anders.

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag!

    LG Christiane

    P.S.: Wußtest Du, dass es an Pfingsten im Pantheon rote Rosenblätter zu „Veni, Sancte Spiritus“ regnet? Kann man auch bei einem bekannten „Videokanal“ im Internet sehen 😉

  3. Ciao Freunde Römer Landsmänner … 😉 & moin, moin alle miteinander!

    … sitz mit meinem Cafetscherl am Balkon, lies Deinen heutigen „Sunday“ (Foto again Hammer) und jetzt geht mir nimmer Falcos “ Junge Römer“ aus dem Kopf…

    Ich seh‘ die unvergleichliche Loren, die ich schon als Teenager super fand, vor mir… den Trevibrunnen…. Forum Romanum… schweife weiter ab zu meinem absoluten Lieblingsfilm „Ben Hur“… zu meinen 6 Jahren Latein in der Schule …. bbbrrr … schnell retour zu Falco … yiep besser 😉 ..
    und heut gibt’s Spaghetti.
    Buon appetit! 🙂

    Wünsch Dir Hardy & Euch allen miteinand einen beschwingten & lebendigen Sonntag!

    LG & Glück auf!
    Heidrun

  4. Hallo lieber Hardy <3,
    wunderschön geschrieben! einfach ein dickes Dankeschön <3 du lässt mich/uns teilhaben an deinem LEBEN …in deinem TUN … DU schreibst so toll !!
    Deine "Hommage an die Stadt der Liebe… " hat mich besonders berührt … geht tief ins Herz …. sogar die Tränene durften laufen….einfach Gänsehautfeeling. Ich liebe ROM <3 <3 <3 und du beschreibst ROMA so echt …. habe mich gefühlt, als bin ich die "Hauptperson" . Ich denke, es ist deine Intension deine Leser mitzunehmen …..DANKE, DANKE, DANKE

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag und noch viele Eindrücke und Intuitionen … freue mich immer Neues von dir zu lesen.
    Werde mich jetzt auf meinen Balkon setzen, die Augen schließen, deine "Hommage an Rom" nochmal verinnerlichen, mich tragen lassen von Tagträumen … einfach das LEBEN genießen !!!

    viele liebe herzliche Grüße
    Charlotte

    PS: Deine Seite gefällt mir sehr gut. Du bist ein sehr tiefgründiger Mann mit sehr viel Herz. Man spürt beim Lesen deine Feinfühligkeit, dein Mitgefühl, und deine Dankbarkeit ans Leben…..sowohl Höhen und Tiefen…..soviel erlebt und nie aufgegeben. Danke lieber Hardy

  5. Viola schlug die Augen auf. Die markante Stimme ihrer Schwiegermutter hatte sie unsanft aus ihrem schönen Traum gerissen. Seit einigen Tagen wohnte gegenüber in der Wohnung ein Mann, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Er hatte die Wohnung für ein paar Wochen angemietet hatte ihr ihre Nachbarin Signora Galvani mit verschwörerischer
    Mine zugeflüstert . Ein Schriftsteller sei er und suchte wohl im quirligen Rom nach Inspiration für seinen Roman. Es war ein gutaussehender Mann … ein Bild von einem Mann … Viola hatte ihn einige Male auf der Straße gesehen. Er sie wohl nicht … er schien mit seinen Gedanken immer woanders zu sein. Manchmal beobachtete sie ihn heimlich von ihrem schlafzimmerfennster aus. Er saß oft am offenen Fenster , meistens nachts, wenn es kühler war und ein leichter Wind die weißen Vorhänge seines Fensters sanft bewegte . Vor sich auf dem Schreibtisch lag nur ein Stapel Blätter , auf die er Nacht für Nacht wohl seine Gadanken niederschrieb . Manchmal hob er den Kopf und schaute hinüber , geradewegs so, als habe er Viola hinter ihrem Fenster entdeckt. Sie schon dann schnell erschrocken den Vorhang vor … aber er schien sie gar nicht zu bemerken, denn er schrieb dann immer sofort weiter … er hatte nur seine Gedanken sortiert und ins Leere geschaut . Einmal hatte er sie morgens gegrüßt … nur kurz … aber sie konnte ihm kurz in die Augen schauen und sag, dass sie blau waren und sein Blick ging ihr durch und durch . En angenehmes Gefühl, aber auch in einer anderen Art beunruhigend, denn dürfte sie so etwas überhaupt empfinden als verheiratete Frau? Sie schlug das Bettlaken um ihren mit weiblichen Kurven gesegneten Körper und ging zum Fenster. Männer waren verüückt nach ihr, Pfiffen ihr nach,, machten Ihr Komplimente und versuchten ihr ein Lächeln abzugewinnen . Mache trauten sich mehr … was ihr ja schmeichelte, aber sie war nicht darauf aus, etwas mit einem anderen Mann anzufangen. Sie machte sich Tag für Tag nur für ihren Mann Franco schön. Doch Franco hatte sich seit geraumer Zeit aus ihrer Ehe zurück gezogen . Früher war er lebenslustig und voller Ideen und konnte seine Finger nicht von ihr lassen. Doch nun vergrub er auch nur noch in seiner Werkstatt, restaurierte alte Möbel und sang italienische Opern … mehr Falschaussage richt …. aber das störte sie wenig … sie hatte ihren Franco so geliebt und war nun eifersüchtig auf die alten Möbel, die er manchmal so sanft berührte und streichelte , wie er es mit ihr früher getan hatte. Nun beachtete er sich kaum , ging ihr sogar aus dem Weg und sie vermisste ihn in ihrem Leben. Oder vermisste sie nur das Gefühl, dass er einmal in ihr aufzulösen vermochte. Der Schriftsteller dass nicht an seinem Schreibtisch . Die Läden waren geschlossen … sie fragte sich, was er wohl machte …

    1. Wowww Silvia, sehr sehr gut geschrieben & ausgeschmückt Beim lesen war mein kopfkino auch : sie hat sich in Schale geschmissen um auf der Piazza wo gefeiert wird od in einer anderen Gasse ein Fest stattfindet, das Leben zu feiern, genießen und die Blicke der Männer auf sich zu ziehen. Ja, um zu tanzen, um sich beim Tanzen eng an einen Mann schmiegen zu können, um zu spüren, dass sie Frau ist, Aufmerksamkeit bekommt, die sie zuhause nicht ausreichend od kaum erhält …Auch in der Hoffnung, dass irgendwo der zurück gezogene Schreiberling von gegenüber, anzutreffen wäre.
      Vielleicht macht sie sich auch gerade auf den Weg nach „gegenüber“ mit einer Flasche Vino in der Hand, um ihm zu zeigen, dass das Leben außerhalb des Schreibtisches spielt ? In einem Liebesroman würde es so stehen : er musste an viola denken. Wie hübsch sie doch war, dass hatte er trotz seiner Bücher und Gedanken voller Ideen bemerkt. Irgendwas reizte ihn. War es das Spiel mit dem Feuer ? Der Gedanke, wie weit sie gehen würde ? Nachdem er sich quälend und schlaflos in seinem Bett in einer lauen Sommernacht hin und her drehte, zog er sich kurzentschlossen an, um einen kleinen mitternächtlichem Spaziergang zu unternehmen entlang der Uferpromenaden/ Gassen Richtung leisen Musikklängen. Wie herrlich warm es um die Zeit noch war, der Sternenhimmel leuchtete hell, er zog die laue sommernacht in sich ein und ging los…….

    2. Hallo Silvia,
      ich kann mir das Grinsen gar nicht mehr verkneifen.
      EINFACH NUR KLASSE !!!!
      Toll geschrieben, bin begeistert…
      Liebe Grüße
      Kerstin

  6. Lieber Hardy,
    Vielen Dank für die schönen und sinnlichen Worte, deiner Geschichte.
    Sie lassen mich weiter träumen, von den leidenschaftlichen und charakteristischen Orten, dieser schönen Welt

    Alles liebe für dich, Karola

  7. Travel, see and watch new views, meet people, be in situation u never been before. Thats the great adventure of life. Just magic… fulfill your heart with and keep the moment close to you. Stay in touch with life. And of all words writing: stay in the way you are, your work,your live… like i said: u got the right heartbeat! Ninon

  8. Amo il modo di vita italiano, la cultura e dolce Vita ❤️

    La mamma e la Nonna sind das Heiligtum der Männer. Alles was la Mamma sagt wird angenommen, man braucht sich nur mit ihr gut stellen & schon wird der Sohnemann aufgefordert er möge doch das nette Date wieder treffen. Ich bekam das selbe erzählt, dass sie große Familien sein, der Zusammenhalt da ist, viel gefeiert wird, die zukünftige „Mann“ versorgen, verhätscheln & so gut kochen soll wie Mama aber natürlich nicht viel flirten od Ausgang hat wie Mann, da Frau sich schließlich um die bambinis kümmern soll. Das sie kleine Charmeure sind & die Frauen lieben, muss man nicht erwähnen. 😉
    La Temperamente jaaaa das sollen die ital Frauen haben & wenn gestritten wird kann ich mir gut vorstellen, dass es laut & hektisch zugeht , wenn die Versöhnung hinterher genauso leidenschaftlich ausfällt ( ital Männer sollten angeblich leidenschaftliche Liebhaber sein ?!) dann passt es doch 🙂

    Durch die Frauenemanzipation bekommt das männl Ego alias familymensch echt Probleme. Zum einen weil die Frauen Karriere machen wollen, als den bisher gekannten Kindersegen nachzugehen & die damit geschaffene Selbstständigkeit. Grad die Männer nach den wilden Jahren, werden tatsächlich ansässig & wünschen sich dann la Familia …
    Auch kennen sie keinen Stress, Zeitdruck, überarbeiten. Mittag wird zusammen gegessen, Mittagsschläfchen gemacht, weiter gearbeitet um pktl Feierabend zu machen. Espresso , Vino e Pasta ein muss …danach wird bis in den frühen Morgenstunden zusammen gesessen , gelacht, getrunken, gefeiert … was will man mehr ? Ich liebe das Essen & diese Mentalitäten, das wär voll meines.vor allem brauch ich viel Wärme, Sonnenschein …
    auch sind sie sehr Gast-/freundlich, schätzen & freuen sich wenn man versucht ein paar Wörter auf ital hinzubekommen ..wer weiß, viell erfülle ich mir doch eines Tages das kleine strandhäuschen am Meer *träummm*

    Buona giornato

  9. Hey Hardy ,die Römische Geschichte hast du richtig schön geschrieben !!! Muss dir sagen ich weiß wo „Viola“ ist !!!

  10. Sommernacht in Rom
    Ja das Leben genießen … jeden Moment und jede Sekunde (und wenn es nur für eine std ist) mit wunderbaren Menschen (oder einfach allein)!
    Sehr schön

  11. Dear Hardy, a wonderful story. You took me back on a journey and this time to Rome. Fantastic! Your stories are so beautiful and inspiring that my travel needs are growing. What I absolutely positively mean.
    Thank you and a wonderful week I wish you. Greetings Ramona

  12. Hi, Hardy
    Danke für deine tolle Geschichte und beschreibung der Italienischen Mentalität
    Beim lesen musste ich dazwischen lachen, was mir auch gut tat, jede art von ablenkung tut mir zurzeit gut.
    Meine liebe Oma ist letzte Woche verstorben, sie war eine starke modern denkende Frau, sie gab uns vieles mit auf den Weg.
    Die Familie war ihr sehr wichtig.
    Lg. Katharina

    1. Servus Katharina,
      mein aufrichtiges Beileid. Ich bin mir sicher, Sie weiss wie lieb Du Sie hast & ist weiterhin mit Dir verbunden!
      Alles liebe Heidrun

  13. Hallo Hardy,

    eigentlich weiß ich gar nicht so richtig was ich schreiben soll. Blockade……. Nein, war nur ein Spaß….
    Ich musste ihn erstmal wirken lasse über ein paar Tage. Ich sehe Dich bildlich am Schreibtisch sitzen, am Fenster stehen und sehe ein lächeln….
    Du hast eine soooo tolle Gabe schreiben zu können, Menschen mit einzubeziehen…. Ja, einfach toll.
    Nach dem Lesen brauche ich immer eine ganze Weile um wieder in den Alltag zu finden……..obwohl ich keine Lust habe.

    Steffi

  14. Guten Tag Hardy! Tessouro ich hoffe, dass es dir gut geht. Ich bedanke mich für deine humorvolle, inspierende, ersfrischende und fesselnde Geschichte. Es ist eine qualitative Lekture die lange nachwirkt. Deine Geschichte lebt und begleitet einen durch den Tag. Deine Gesichte ist warm, sie kleidet meine Seele. Das Bild ist „Fabulosa“ – es weckt schöne Erinnerungen in mir. Du hast alles zauberhaft beschrieben. Es könnte nicht besser sein. Ich freue mich riesig auf Bücher von dir!

    Ich schreibe erste jetzt, nicht weil ich kein Interesse hatte, sondern weil ich mit etwas zu kämpfe hatte. Aber mir geht es gut, meine Augen glänzen und meine Seele fühlt sich bei deiner geborgen.

    Seneca sagte: Das Leben ist lang, wenn du es zu gebrauchen verstehst.

    Keine Stadte der Welt riecht so eigenartig wie Roma. Roma inspiriert seine Besuchen immer wieder auf neues. Für mich ist Roma die Muse aller Städte. Ich liebe sie. Sie und ihre geheimnisvolle Geschichte, die einen beinahe hypnotisiert. Die Roma Geschichte ist sehr penetrant, sie ist in der Luft wie feine Staubpartikel – es legt sich auf der Haut nieder, sie verwurzelt und macht süchtig. Wer einmal dorthin geht, kommt immer wieder in Versuchung. Dort ist eine Kraft, eine Magie, die sich nicht erklären lässt. Wenn ich nach Italien fahren/fliegen, ich schönen meine Beine nicht. Ich muss alles gesehen habe – so kann ich nach Hause mit gutem Gewissen zurück reisen. Roma zu besuchen, ist für mich jedesmal ein Abenteuer wert. Für mich es ist auch ein muss, ein romantisches Abendessen mit Blick auf ganz Stadt zu erleben. Ich habe Herzklopfen schon nur wenn ich daran denken.

    Mich fasziniert die Geschichte Roma in verschiedenen Bereichen. Eine von denen ist die Art, wie die alten Römer zahlreiche Adquädukte bauten, um ihre Städte mit Wasser zu versorgen. Mir ging auch die Geschichte von dem Philosophen Giordano Bruno ans Herzen. Als ich vor seinem Denkmal stand, es war so. als ob ich sein Geschrei hören würde. Roma symbolisiert für mich nicht nur Liebe, Freiheit und Genuss, sondern auch die Welt der Götter. Ich habe ein Schwäche für die Mythologie. Als ich das erstes Mal dort war, fühlt ich mich angetan von dem Kolosseum und all den Statuen, die ich gesehen habe, insbesondere von Neptum. „In Brasilien gibt so etwas nicht“

    Die meinsten Brasilianer sind Mischling. „so wie ich auch“! Die Hälft Brasilianer haben italianische Wurzel. Damals als es noch die Zeit der Kaffe-Baronen war, sind viele italianer nach Brasilien imigriert. Es gibt eine brasilianische Novela: „Terra Nostra“, die schildert ein wenig Geschichte italianische Imigration durch Brasilien. Wir brasilianerinnen sind sehr angetan von Italien in Ganz. Ich glaube fest daran, das es mit der Mentalität, Gewohnheiten, Temperament, der Wichtigkeit der Familie, Lebenlust, Gelassenheit, den gute Geschmack für die schönen Dinge im Leben, so wie Autos, Kleider, Schuhe etc… zu tun hat.

    Das mit der Emanzipation der Frau ist ein grosses Problem geworden, vor allem für die älteren Generationen, die diese Chance nicht hatten, oder wegen Erziehnung/Mentalität her. Für viele Männer in Brasilien sind Emanzipierte Frauen tabu. Aber viele schein zu vergessen, dass wir eine andere Zeit haben, andere Handels-und Denkweisse – auch Verhalten. Eine Beziehung in Augenhöhe ist leider nur ganz selten möglich. Für Frauen wie „Singnora Mazzini“ ist sehr frustrierend keine Enkelkindern zu habe, denn sie kennen nichts anderes ausser Ehefrau/Hausfrau und Mutter zu sein. Ich finde es einfach schade, dass es immer weniger Kinder hier geboren werden. Heute wünsche ich mir keine Karriere, ich möchte leben und das Leben mit weniger fühlen und geniessen. Egal wie Frauen sich in Bewegung setzen, es wird nie eine Gleichstellung der Geschlechter geben. „Maktub“! *Viola ist hier, sie ist sehr glücklich, hat sich verliebt, hat sich Selbständig gemacht und wird bald herum reisen. In jedem von uns Frauen, steckt etwas von Viola.

    Hardy, Darling…ich werde meine Seele für eine längere Zeit bei deiner lassen. Dir einen schönen Tag mit vielen schönen momenten. Wir schenken dir ein schönes Lächeln. Um beijinho nas em suas lindas mãos, no queixo e na pontinha da orelha. Wir denken an Dich. LG

  15. Hallo Hardy,
    das ist wunderschön geschrieben. Ich kann die Szenen direkt vor Augen sehen. es hört sich nach so einem nostalgischen Romfilm an, in dem ich auch gerne mal mitspielen würde. Genau dieses Roma will ich auch mal erleben. Nur eine Frage beschäftigt mich da noch: an welchem Buch schreibst du?

    Liebe Grüße Nicole

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