Talking about „saving our Planet “ !

Lasst uns über die Rettung unseres Planeten reden !

 

Fragen an Euch:
Habt Ihr Euch gefragt, was die Prognosen des Weltklimagipfels wirklich bedeuten ? Was können wir tun ? Wie schlimm ist es wirklich ? Diese Frage habe ich mir gestellt ! Wie sieht es bei Euch aus ? – Was glaubt Ihr, können wir tun ? – Was seit ihr bereit dafür zu tun ? – Worauf könnt Ihr verzichten ? Lasst uns darüber reden. Ich freue mich auf Eure Gedanken und Kommentar !

 

Seit über 30 Jahren reise ich durch die Welt.  Ich habe viel gesehen.  Viel Schönes und Dinge die mich sehr berührt haben. Ich habe Geschichten gehört, die mich zum Lachen gebracht haben. Menschen, die mir viel Positives mit auf meinen Weg gaben. Doch auch Schicksale, die mich bis heute emotional sehr beschäftigen.  Von den reichsten Städten dieser Welt bis zu den ärmsten Regionen, habe ich schon vieles gesehen.

So abenteuerlich dies auch klingt- ist eines ganz klar. Wir haben ein Punkt erreicht, wo wir Menschen umdenken müssen. Wir haben erschreckende Prognosen für unsere Zukunft gehört.  Viele von uns haben das vielleicht noch nicht wirklich ernst genommen.  Ich kann Euch nur warnen. Es ist fünf vor 12 !

Wenn unsere Kinder schon die Schule schwänzen und auf den Strassen dieser Welt demonstrieren, damit wir alle endlich anfangen uns zu ändern, dann ist das ein großes Zeichen.

Ich beobachte dies Entwicklung unserer Welt schon seit langem mit großer Sorge. Ich weiss, dass es mit ein paar Gesetzen und Einschränkungen das Klima und die andern Probleme dieser Welt nicht zu lösen sind. Das ganze Problem ist viel komplexer, als es viele Menschen wirklich wissen. Wenn wir uns Nachrichten anschauen, so sehen wir Hitzerekorde in Deutchland, Nachrichtenbilder über Ernteverluste auf den Weizenfeldern in Ostdeutschland, Dürre und Überschwemmungen in der Welt… Demos, Aufstände, Bienen sterben, Rekordpreise für Weizen und Mais auf den Weltmärkten, Chinas Agrarimporte, Landclaims in Afrika erreichen Rekordhöhen.

Wir sitzen nun mal ALLE im selben „Boot“ !

 

Der Klimawandel ist eine Sache – die Population und die Welternährung ein ganz Andere. Beides steht im direkten Kontext miteinander. Wenn ich eine Lösung für das eine Problem habe, kann es aber auch bedeuten, dass es auf der anderen Seite zusätzliche Probleme schafft.  Um diese Probleme in den Griff zu bekommen ist eine große Veränderung des Bewusstseins der gesamten Menschheit erforderlich. Wenn wir auf der einen Seite der Welt Gesetze erlassen, die unsere Meere schützen die CO2 Werte senken und Subventionen schaffen, damit die Bauern noch morgen überleben können, auf der anderen Seite der Welt aber genau das Gegenteil passiert, dann betrifft das uns ALLE.  Wir sitzen nun mal ALLE im selben „Boot“ !

Ich versuche die Komplexität zu verstehen. Ich möchte mit Menschen reden- welche es betrifft. Denker der Zeit, die nach Lösungen suchen . Ich möchte sowohl mit Politik, als auch mit Wirtschaftsexperten und der Pharmaindustrie sprechen.

Wir haben nur eine einzige Chance !

Viele Fragen, die beantwortet werden müssen habe ich im Gepäck und mache mich auf die Reise, um Klarheit zu bekommen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich auf dieser Reise begleitet. Ich werde Euch von meinen Erfahrungen berichten.

 

Wenn Ihr wollt, schreibt Eure Gedanken und Fragen als Kommentar. Ich werde Eure Fragen mitnehmen und schreiben was ich erfahren habe.

 

Solange noch Wasser aus dem Hahn fließt und der Kühlschrank noch voll ist, der Tank des Autos immer wieder aufgefüllt werden kann- scheint sich nichts für uns zu verändern.  Wir können noch durch die Wälder laufen. Es gibt noch genügend Wild und  die Seen haben noch Fischbestände. Die Meere scheinen ja auch noch ein funktionierender Lebensraum zu sein. Doch der morgige Tag ist nicht mehr wie der Letzte.

Nach Angaben der Non-Profit-Organisation „Global Footprint Network“ ist das ein fataler Trugschluss. Denn der heutige Tag markiert den Zeitpunkt zu dem alle Ressourcen aufgebraucht sind, welche die Erde innerhalb dieses Jahres wiederherstellen kann. Laut dem Bericht wären 1,75 Erden von Nöten, um dem Ressourcenverbrauch der Menschen im Jahr 2019 auf lange Sicht kompensieren zu können.

Das „Global Footprint Network“ berechnet seit 1961 jährlich den „Earth Overshoot Day“ -auf Deutschen auch Welterschöpfungstag oder Erdüberlastungstag genannt. Dieser Tag verschiebt sich von Jahr zu Jahr weiter nach vorne, in diesem Jahr liegt er so früh wie noch nie zuvor – am 29. Juli. „Der Tag steht symbolisch dafür, dass wir über unsere Verhältnisse leben“, sagt Sebastian Scholz, Teamleiter Energie und Klima beim Naturschutzbund Deutschland. Symbolisch deshalb so Scholz, weil die Menschheit nicht nur bis zum heutigen Tag, sondern permanent das Maß überschreiten wird. Durch die Berechnung des Tages lasse sich mediale und politische Präsenz generieren, die auf die Problematik aufmerksam machen. (Quelle: FAZ.NET )

 

 

Hardy geht auf eine Reise, um Antworten zu finden …

Wenn ich Dinge ändern will oder unzufrieden bin mit etwas, dann stelle ich mit der Frage: Was kann ICH besser machen ? Was kann ich ändern? Wie kann ich meinen Beitrag leisten? Wie kann ich ein Ideengeber/Vorbild sein? Wie weit würde ich für den Klimaschutz gehen? Was kann ich in meinem Alltag ändern, damit ich mit gesund und umweltschonend ernähre? Worauf bin ich bereit zu verzichten?Was wäre ich bereit zu bezahlen ? Eines ist klar! Um etwas zu verändern muss ich mich bewegen- mich bemühen auch mein Umfeld zu verändern. Ich will wissen, warum Bioprodukte soviel teurer sind. Gute und gesunde Produkte sollte für Jeden bezahlbar sein. Das ist leider nicht der Fall!

Wenn ich im Supermarkt stehe und Bioprodukte kaufe, dann ist oft nicht zu erkennen woher die Produkte kommen. Sind sie regional oder sind sie importiert? Wenn sie importiert sind, dann habe ich zwar Bio eingekauft, aber trotzdem die Umwelt damit belastet. Wie ihr sehen könnt, ist das eine ziemlich komplexe Geschichte. Ich mache mich nun auf den Weg um Antworten zu finden und fahre zu einem konventionellen Bauernhof direkt vor meiner Tür.

Besuch bei einem konventionellen Bauern

Ich beginne meine Reise mit einem Besuch bei Marco Gemballa- Agrargesellschaft am Landgraben Zinziow. Er baut  auf 600 Hektar Marktfrucht an. Mir fällt sein Getreide auf- es ist trocken, schwache Ähren und kleine Körner. Wie geht es dem Bauern mit dem Klima-frage ich ihn. Was macht die Ernte in diesem Jahr ? Bedroht der Klimawandel seine Existenz ? Wie kann er sich darauf einstellen? Geht das überhaupt ? Was er mir erzählt macht mir die ganze Komplexität erst richtig deutlich.

Landwirtschaft ist ein Geschäft. Das Problem vor dem wir stehen, ist die wachsende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das ist ein schwere Aufgabe hinsichtlich des Klimawandels und dem Bestreben nach Biodiversität und Erhalt der Artenvielfalt in der Natur. Der Bauer will seinen Acker so effizient wie möglich nutzen, ohne modernste Technik ist das heute nicht möglich. Wenn wir auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen die Bauern jedes Jahr Verluste, die hauptsächlich durch den Klimawandel verursacht worden sind ausgleichen. Sie müssen neue Lösungen finden und sind auf  die Unterstützung nicht nur von Politikern, sondern auch von uns „nicht Bauern“ – angewiesen. Mir wird klar das Vieles,  was wir in den Medien hören und lesen hinterfragt werden muss. Die meisten Menschen können diese Komplexität  des Problems nicht verstehen.  Nachdem ich viele Stunden mit Marco Gamballa verbracht habe- bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass dieser Spagat zwischen Effizienz, Welternährung, Klimawandel und Biodiversität uns Alle vor eine große fast unlösbare Aufgabe stellt. Wir müssen dringend Lösungen finden, welche aber nicht nur in Deutschland getroffen werden können, sondern eine weltweite Aufmerksamkeit erfordert.

Zum allgemeinen Verständnis erkläre ich noch mal den Begriff „Biodiversität“:

Die drei Bereiche der Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, sind eng miteinander verbunden: Die Vielfalt der Arten, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme, zu der Lebensgemeinschaften, Lebensräume wie Wälder und Meere sowie auch Landschaften gehören.

Nach meinem Besuch bei Marco Gemballa habe ich neu Fragen. Warum entscheidet sich ein Bauer für ökologische Landwirtschaft ? Was steckt hinter so einer Entscheidung. Wenn mir das jemand erklären kann, dann ist es Familie Kreppold. Sie sind Pioniere der ökologischen Landwirtschaft.  Was ich dort erfahren habe, erzähle ich Euch nach meinem Besuch am 9.August

Besuch beim Bio-Bauern

Ich bin nach Bayern gefahren um mich mit Familie Kreppold zu treffen. Sie betreiben einen Biobauernhof. Ich bin aus einem bestimmten Grund nach Bayern gefahren. Ich hatte erfahren, dass der Bauer Stephan Kreppold diesen Bauernhof schon in der zehnten Generation betreibt und sich 1986 entschloss hat, diesen auf Bio umzustellen. Er war ein Vorreiter und Pionier der Biobauern.
Er wuchs als Kind auf diesem Hof, den ich besuchte auf und damals wurden die Acker noch von Pferden gepflügt. Was dieser Mann mir zu erzählen hatte war unglaublich. Er bezeichnet seinen Hof- als „Die Insel der Seeligen“ Stephan betreibt Kunst und ist politisch engagiert. Sein Gesicht und seine Hände erzählen die Geschichte eines arbeitsintensiven Lebens. Seine Augen und sein Lächeln sprechen Bände und geben dir das Gefühl von einem bewegten und fröhlichem Leben. Sie ziehen dich in seinen Bann und vermitteln dir Vertrauen und Freundschaft

su_heading size=“30″ margin=“30″]Besuch beim Bio-Bauern [/su_heading]

Er erzählte mir von der Geschichte und den schwierigen Zeiten und Entscheidungen, die er bis heute als die „beste Entscheidung seines Lebens“ bezeichnet hat. Die große Wende erzählte er mir- kam mit der Anschaffung eines Traktors, der die Pferde ersetzte. Die Arbeit wurde dadurch viel leichter und der Ertrag um einiges größer. Mit dem Einsatz von Pestiziden, kam die nächste große Wende in der Landwirtschaft- es ging voran.

Stephan Kreppold, heute 76 Jahre alt, hatte allerdings große Bedenken was die Nutzung von Pestiziden betrifft und entschloss sich 1996 auf Pestizide zu verzichten und auf Bio zu setzten. Er ist Bauer aus Leidenschaft und er könnte sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Es zeigte sich, dass dieser charismatische Mann eine ganz eigene Sicht auf die Welt hat und sich dessen bewusst ist, dass es anderen Bauern in anderen Regionen des Landes schlechter geht. Er weiss auch wie es um die Welternährung steht und was die Gefahren sind, wenn wir nicht umdenken.  Ich fragte ihn-ob er glaubt, dass  wir die Welt durch biologische Landwirtschaft ernähren könnten? Wenn alle zusammenhalten und sich als Gemeinschaft sehen- dann so Stephan Krappold, ist es möglich. Es ist nur sehr wichtig, dass wir mit den Drittländern Vereinbarungen treffen, die es ihnen ermöglicht eine gesunde und nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben ohne die Böden zu versalzen oder durch falschen Anbau den Böden unfruchtbar  zu machen.

Wie reagiert der Biobauer in Bayern auf den Klimawandel?

Auch Familie Krepphold, die Alle auf dem Hof arbeiten-machen sich Gedanken über den Klimawandel. Bioprodukte sind heute sehr gefragt. Frau Krepphold betreibt den Hofladen  und kann bestätigen, dass die Nachfrage nach Bioprodukten gestiegen ist. Was sie sich wünschen: Das ihre Produkte auch in Discountmärkten vertrieben werden können. Die Überproduktion von Lebensmitteln gestoppt wird und die Menschen sich besinnen, weniger und gesünder zu essen. Sie sind auch der Meinung, dass Fleisch teurer werden sollte. Die Viehwirtschaft belastet die Umwelt extrem.

Wie reagiert der Biobauer in Bayern auf den Klimawandel? Auch er muss zwei Wochen früher Ernten und hätte durchaus auch einen großen Verlust, würde er nicht die Zwischenzeit nutzen, indem er die Fruchtfolge ändert um den Boden wieder für die kommende Saat fruchtbar zu machen und den Acker wieder „zu säubern“.
Als ich nach meinem Besuch in Bayern wieder auf dem Heimweg im Zug saß musste ich viel darüber nachdenken, was ich dort gerade erlebt hatte. Eine zufriedene und glückliche Familie, die mit ihrem Leben und den Umständen zufrieden ist.  Auch sie machen sich große Gedanken über die Zukunft, über die Entwicklung der ökologischen  Landwirtschaft, das Problem der Welternährung und wie man es schaffen kann-alle an einem Tisch zu bekommen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich muss zugeben. Ich war überrascht !

Über eine Sache musste ich dann doch noch mal nachdenken. Herr Gembella hatte viel zu kämpfen auf seinem Hof im Mecklenburg Vorpommern. Die Ernte des letzten Jahres hatte er versucht noch mit Eigenkapital und Unterstützung von der Regierung aufzufangen und schaut auch 2019 auf ein schwieriges Jahr. Sein Wunsch auch ohne Finanzspritzen der Regierung autark und erfolgreich zu ernten-kann ich verstehen.  Der Biobauernhof der Familie Krepphold wird zu 50% subventioniert.

Schaut Euch die „EATERNITY“ APP an.

Nachdem ich nun auf meiner Reise mit den verschiedensten Menschen über Ökologie, Klimawandel, Welternährung gesprochen habe, komme ich immer und immer wieder zu dem Gedanken zurück, dass der erste große Schritt zu einer Sensibilisierung und Verbesserung unseres Bewusstseins für die Weltsituation in der wir uns heute befinden beginnt, wenn wir mit unserer Ernährung anfangen. Nun habe ich erfahren, dass die Landwirtschaft und die Viehzucht unsere Ernährung bis zu 30 % unsere Umwelt belastet. Wie können wir das ändern ? Indem wir bei uns selbst anfangen und uns bewusste ernähren ! Wir sollten unsere Essgewohnheiten analysieren. Dann sollten wir uns überlegen, was davon notwendig ist, was wir brachen und auf was wir vielleicht verzichten könnten.
Ich muss zugeben, dass ich mir nicht vorstellen konnte- ohne ein Steak im Monat auszukommen. Den Vegan-Lifestyle finde ich gut und hat durchaus seine Vorteile. Aber ein Steak bleibt nun mal ein Steak ! Fertig!
Seitdem ich aber nun auf meiner Mission unterwegs bin, um herauszufinden wie wir unser Klima schützen und die Welternährung sichern können bin ich soweit, dass ich sagen kann. Ich verzichte auf mein geliebtes Steak.  Die Zahlen und Prognosen sind deutlich und machen wir große Sorgen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Da fange ich doch am besten gleich bei mir selbst an.

Initialzündung für diese Entscheidung war ein Gespräch mit Manuell Klarmann in Zürich.  Ich traf den Mitgründer der „Eaternity App“ . Für das Gespräch hatte er seinen Urlaub unterbrochen und  empfing mich kurzfristig in seinem Büro am Zürichsee.“Eaternity“ eine kleine Firma mit großen Zielen und einer Vorbildfunktion.  Wie kann ich meine Ernährung umstellen, wenn ich nicht weiss-wie sehr die Produkte, die ich kaufe die Umwelt belasten.

Manuell erzählt, dass seine Freundin und er sich viele Gedanken gemacht haben, ob es nicht möglich ist, an diese Informationen zu kommen und sie öffentlich zu machen, damit jeder Zugang zu diesen Informationen bekommt. Erstaunlicherweise hat eigentlich jeder Zugriff zu diesen Daten. Diese Daten werden gesammelt, um der Wissenschaft zu dienen. Viele Universitäten nutzen diese Daten für ihre Studien. „Eaternity“ bringt alle Daten zusammen und macht es dem User möglich mit dieser App nachzuschauen, wie hoch das Produkt die Umwelt belastet. Sie sind sogar schon soweit, dass knapp 2000 Produkte in Supermärkten mit einem Code versehen sind, über die ich dann an alle Informationen über dieses Produkt herankomme.  Anhand eines drei Sterne „Rankings“ werden Produkte auch eingeordnet, je nachdem ob sie die Umwelt stark, mittel und wenig belasten. Ein Steak belastete die Umwelt mit 14,6 g -Nudeln oder Bohnen nur mit 0,4 g. Dass, hat mir wirklich zu denken gegeben.

Diese App wird voraussichtlich ab Oktober zum Download zu Verfügung stehen. Die Webseite ist jetzt schon sehr informativ und lohnt sich auf jede Fall vorbeizuschauen. https://eaternity.org/

 

 

 

 

Next Stop, Dr. Marco Springmann. Gesundheitsamt Oxford

 

Es war 6 Uhr morgens, als ich schon im Flieger saß und mich auf dem Weg nach England machte um mit Marco Springmann von der Universität Oxford zu sprechen. Im Zusammenhang mit der Klimakonferenz, die sehr ernüchternd war, viel sein Name im Zusammenhang mit Ernährung, Biodiversität und Klimawandel. Auch im Gespräch mit Manuell Klarmann von “Eaternity” viel sein Name im Bezug auf “Planetary health Diat. Sein Ruf eilt ihm voraus. Ich war sehr gespannt auf Deal Gespräch mit ihm und die Lösungsansätze, die ich im besten Fall von ihm zu bekommen erhoffte. Wir verabredeten uns direkt in der Universität Oxford. Auch er hatte für dieses Gespräch Termine verschoben und kam extra aus London, um mit mir zu sprechen.  Die Bereitwilligkeit der Menschen, die wir  für dieses Thema angesprochen haben, war größer, als wir erwartet hatten. Vor allem die Ehrlichkeit und  wie emotional alle  Beteiligten mit mir darüber  –  auch zum Teil sehr kontrovers  – diskutiert haben, begeistert mich. Ich kann erkennen, dass es in der heutigen Zeit zunehmend junge Menschen versuchen die Dinge beim Namen zu nennen. Kein Schönreden, sondern es auf den Punkt bringen, diskutieren und Lösungsansätze finden. Das gibt mir ein Gefühl, dass diese Politikverdrossenheit und “wir können doch sowie so nichts änder – Mentalität” verschwindet . Ich setzte auf eine Generation, die nun erkannt hat, dass es in ihren Händen liegt, die Zukunft zu ändern und sich nicht mehrt  mit allem zufrieden zu geben, was man ihnen vorsetzt  und nicht alles glauben, was man ihnen erzählt. Dr. Marco Springmann und Manuel Klarmann gehören zu dieser Generation, die vieles verändern werden.  Selbst ein so junges Mädchen, wie Thumberg übernimmt eine Vorbildfunktion. Sie lässt sich nichts verbieten und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Sie zeigt erstaunlich viel Mut und macht selbst bei der Presse keine Ausnahme. Respekt !  Wie richtig sie liegt, kann man an der Kritik erkennen, die zunehmend größer wird. Einige fühlen sich da wohl auf “den Schlips getreten”.  Für mich ist das ein klares Statement an die, die zu langsam Reagieren und noch nicht erkannt haben, dass wir an einem Scheideweg stehen, was die Welt und ihre Bevölkerung betrifft.

 

Dr. Marco Springmann, hatte uns schon an der Tür der Universität erwartete. Ein junger Mann mit einem fröhlichen, sympathischen Lächeln, einem schwäbisch-Oxford-englischen-Dialekt. Seit 5 Jahren ist er schon in Oxford in seine Forschungen vertieft ( Future of Food ) und spricht kaum noch in seiner Muttersprache, erklärt er mir. Wir setzten uns. Er holte tief Lust und bedankt sich zu nächst erst einmal  für die Gelegenheit über seine Forschung und Erkenntnissen sprechen zu dürfen. WoW! Das hatte ich nicht erwartet. Ich bezeichne mich selbst als ein Mann der alten Schule. Soviel Offenheit und Kultiviertheit habe ich bei jungen Menschen selten gesehen. Ok, Ich bin in Oxford ! Dennoch ist es nicht zu erwarten gewesen. Was mich im Gespräch besonders beeindruckt hat, war die Objektivität und Klarheit, in er zu mir sprach.
Ich erzählte ihm von meinen Sorgen über den Klimawandel, Welternährung und den zu erwartenden Entwicklungen nach meinen  Begegnungen und Gesprächen mit dem konventionellen Bauer, dem Biobauern und von Manuel Klarmann. Die Probleme sind offensichtlich und die Prognosen haben wir auf dem Weltklimagipfel ja gehört ! Was können wir tun, fragte ich ihn.

Um der Klimakatastrophe zu entkommen ist es wichtig die Essengewohnheiten umzustellen. Viele reden über den Klimawandel und die Belastung der Umwelt – der Luft – durch Industrie und Autos. Doch 30 % wird durch unser Essverhalten verursacht.  Die Landwirtschaft haben einen großen Anteil an der Erderwärmung. Fast ein Viertel der klimaschädlichen Treibhausgase werden dort erzeugt, durch Ackerbau, Massentierhaltung und Rodung der Wälder. Die Experten des Weltklimarates fordern, bei der Lanadnutzung radikal umzudenken, gerade um die Ernährung einer weiter wachsenden Weltbevölkerung auch in Zukunft noch sicherstellen zu können.

Darüber redet keiner so gerne. Doch das ist nun mal ganz klar erwiesen.  Besonders der Fleischkonsum muss sich ändern. Die Viehzucht ist ein großes Problem.
Können wir den die Weltbevölkerung theoretisch auch mit ökologischer Landwirtschaft ernähren. Seine Antwort war ganz klar ein Ja !  Wenn wir die Flächen, die für das Vieh genutzt würden, für die Biodiversität nutzen. Dabei die Fruchtfolge so ändern, dass der Boden langfristig nutzbar und fruchtbar bleibt, hätten wir ein drittel mehr Fläche zur Verfügung, als bisher.

“Der IPPC -Report macht klar, dass es einem grundlegenden Wandel bedarf, wie wir unser Land nutzen und welche Lebensmittel wir darauf anbauen. Ohne eine Änderung zu einer gesünderen und Ressourcen schonenden Ernährungsweise, die weit weniger tierische Lebensmittel beinhalten, gibt es kaum eine Chance , den Klimawandel ausreichen zu begrenzen, so Marco Springmann”

 

Ich komme zu der Erkenntnis, dass wir Chancen haben,die Umsetzbar sind. Die industrielle Landwirtschaft steht sich mit der Biodiversität nicht im Wege. Wie ich erfahren habe ist die industrielle Landwirtschaft gelebte Biodiversitätsforschung. Menschen wählen seit jeher Pflanzen und Tiere für ihre Ernährung aus und züchten sie, Ernährung ist auf Artenvielfalt angewiesen, Pflanzen und Tiere entwickeln sich auf von selbst. Doch auch hier bewertet sie der Mensch nach ihrem Nutzern. “Schutz durch Nutzung” ( So nenne das die Fachleute )
D.H. Ertragssteigerungen und Biodiversität müssen sich also nicht ausschließen. Auch hier ist die Forschung gefragt ! Die Unterstützung und Kommunikation muss aber von der Politik ausgehen. Sie sind die, die dafür zuständig sind. Sie sind diejenigen, die das nicht nur National sondern auch Global durchsetzen müssen.  Wenn die Politik das ganz oben auf die Agenda setzt, was sie dringen tun sollte, dann kann auch der sonst so verunsicherte Bürger umdenken. Doch das muss klar definiert werden.

DER SPEISEPLAN DER ZUKUNFT

Ich frage Dr. Marco Springmann  nach einer Idee oder Lösung.  Ein Ansatz wäre die “Planetary Health Diät”.

Was ist das:
Es ist sozusagen der Speiseplan für eine gesunde und nachhaltig Ernährung.

Dr. Springmann hat an einen Speiseplan vorgestellt, der die Gesundheit des Menschen und des Planeten gleichermaßen schützt.

Um alle Menschen dieser Erde bis zum Jahr 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren, ist eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsweise nötig. Das zeigt ein im Januar 2019 veröffentlichter Report der EAT-Lancet-Kommission. Der Kommission gehören 37 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und 16 Ländern an, darunter Klimaforscher und Ernährungswissenschaftler. Das Ziel der Forscher war es, eine wissenschaftliche Grundlage für einen Wandel des globalen Ernährungssystems zu schaffen. Herausgekommen ist die „Planetary Health Diet“, ein Speiseplan, der die Gesundheit des Menschen und des Planeten gleichermaßen schützen könnte.

Die „Planetary Health Diet“ liefert einen allgemeingültigen Referenzrahmen für eine gesunde und umweltgerechte Ernährungsweise. Bezogen auf eine tägliche Energieaufnahme von 2.500 Kilokalorien sieht der Speiseplan der Zukunft folgendermaßen aus:

( Bildquelle )

Kritiker sehen folgende Knackpunkte bei der Umsetzung:

1    Der Speiseplan legt eine tägliche Kalorienzufuhr von 2.500 Kalorien zugrunde. Für Schwerstarbeiter wäre dies bei Weitem zu wenig Energie, für Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit zu viel. Den Menschen in vielen Ländern dieser Erde stehen außerdem bedeutend weniger Kalorien pro Tag zur Verfügung. Daher können die Empfehlungen der „Planetary Health Diet“ nur als Orientierung dienen.
2    Die weltweite Halbierung des Verzehrs von rotem Fleisch würde zum Beispiel für Nordamerika bedeuten, dass nur noch etwa ein Siebtel der heute üblichen Menge verzehrt werden dürfe. Und in afrikanischen Ländern wird heute ein Siebenfaches der empfohlenen Menge an stärkereichen Pflanzen konsumiert. Hier stellt sich die Frage, ob Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten so radikal verändern können, dass sie den Vorgaben der „Planetary Health Diet“ entsprechen.

Ohne den festen Willen von Politik und Wirtschaft und zwar auf allen Ebenen, sagt Richard Horton, Chefredakteur von „The Lancet”, wird es wohl nicht gehen.
Sieht man genau hin, passt der Speiseplan perfekt für sogenannte „Flexitarier“, die nur ab und zu Fleisch essen. Wer sich zum Beispiel alle zwei Wochen ein kleines Steak gönnt, liegt noch im Rahmen der Empfehlungen. Die Forscher der EAT-Lancet-Kommission schätzen, dass die „Planetary Health Diet“ ungefähr 11 Millionen vorzeitige Todesfälle durch ernährungs(mit)bedingte Erkrankungen verhindern könnte.

Wer sich einen Überblick verschaffen will, wie nachhaltig er sich ernährt kann sich im Oktober  die “Eaternity – App” von Manuel Klarmann herunterladen. Wer sich vorab schon mal Informieren will, kann sich auf der „Eaternity-Website“ informieren.

Meine persönlichen Gedanken dazu…

 

Als ich mir die ganzen Informtionen mir durch den Kopf gehen ließ und mich fragte, wie schnell so eine Lösung umsetzbar ist, musste ich an all die Menschen denken, denen ich auf meinen Reisen begegnet bin. Wie soll ich meinem Massai – Freund aus Tansania erzählen, was wir vorhaben. Was würde er dazu sagen, wenn ich ihm sage, dass auch er sich umstellen muss.  Wenn ich an die Familien denke, die ich in Laos interviewt habe. Würden die mich verstehen, wenn ich ihnen erkläre, dass es wichtig ist umzudenken und  zu handeln, wenn diese Menschen die in so armen Ländern von der Hand in den Mund leben. Wie würde der Papst, der Dalai Lama reagieren ?  Zunächst sollte ich bei der Politik im eigenen Land anfangen. Wir bemühen uns jetzt um ein Statement seitens der Politik.

Fragen an die Politik:
Welche Fragen habt Ihr an die Politiker. Was würdet Ihr, ihnen gerne sagen? Schreibt mir Eure Fragen und Gedanken. Ich werde sie aufnehmen und  in mein Gespräch mit einbauen !

Ich danke Euch für Eure Kommentare und halte Euch auf dem laufenden !

 

 

 

 

 

 

 

4 thoughts on “Talking about „saving our Planet “ !

  1. Viele leben den Moment ohne Rücksicht auf Verluste, ohne nachzudenken, ohne Rücksicht auf Mensch und Natur. Fun und Konsum stehen an erster Stelle sowie die Gier nach Geld und Macht.
    Unsere Konsumgesellschaft will konsumieren – ständig und viel.
    Dabei sind wir so verblendet dass wir die Dinge, die nichts kosten und uns einfach so geschenkt werden, gar nicht mehr richtig wahrnehmen:
    Den traumhaft schönen Sonnenuntergang, der den Himmel in die tollsten Farben taucht, den bezaubernden Duft mancher Blüten, den Schmetterling, der in der Luft tanzt, das Rauschen des Meeres, den kleinen Marienkäfer, der im Baum herumkrabbelt, das Rascheln der Blätter im Wind, das unscheinbare Gänseblümchen am Wegrand, das sternengleiche Leuchten der Glühwürmchen in einer Sommernacht,…
    Wir sind von so unendlich vielen Wundern umgeben…
    Unsere Herzen sollten unseren Augen erlauben sie zu sehen. Denn nur, was wir als schön empfinden und bewundern, können wir schätzen und sind wir letztendlich auch bereit zu schützen.

    Ein wundervolles Wochenende!

    1. Danke für Deine Worte. Ja wir sehen die wesentlichen Dinge nicht mehr und oft müssen wir erst vor einem Trümmerhaufen stehen, um die Einfachheit und Schönheit der Dinge zu begreifen. Nur hier geht es um die Zukunft unserer Kinder. Ich bin über die Verantwortungslosichkeit schockiert ! Wie kann man all diese Zeichen des Klimawandels einfach ignorieren. Wir sitzen nun mal alle im selben Boot.
      Wir müssen jetzt alle handeln !

  2. Lieber Hardy!
    Erst einmal… schön, dass du dich für solch ein wichtiges Thema unserer heutigen Zeit einsetzt!!! Viel wird darüber geredet , berichtet, geschrieben. Ich finde jedoch, es ist schwierig, es in die Realität unserer heutigen, modernen Zeit umzusetzen. In dem schnelllebigen Alltag, in dem wir leben, ernähren sich doch so viele von Fastfood und Lieferservice. Und da frag ich mich, wer achtete da auf Herkunft bzw. Lieferung, Lagerung etc etc…. ???
    Nun ja, ich halte es so: ich kaufe regionales und saisonales Obst und Gemüse und das Fleisch, gekennzeichnet mit dem AMA-Gütesiegel. Das Huhn vom Biobauern am Wochenmarkt und die Eier ebenso. Jedoch, will ich auf Mango oder Avocado verzichten?? Nein! Aber Erdbeeren im Februar kauf ich auch nicht!!!
    Das Thema ist wirklich komplex und jeder einzelne kann/könnte ein bisschen was dazu beitragen. Mal sehen, wo wir in 20 Jahren stehen!?
    Ich hoffe, dein Blog erlebt wieder die gleiche Dynamik, wie vor 2 Jahren, ich wünsche es dir!
    Alles Liebe
    Gabi

    1. Danke Gabi. Ja es wurde auch Zeit, den Blog wieder zu aktivieren. Wir hatten nur große Probleme, da wir an die Grenze unserer Kapizitäten gestoßen sind und da war eine technische Umstrukturierung notwendig. Das dauert leider. Jetzt sind wir wieder da und haben große Pläne, was sie Zukunft dieses Blogs betrifft. Es wird ganz toll !
      Du hast recht ! Es ist nicht so eifach, dieses Komplexe Thema zu verstehen. Aber es reicht, wenn wir unsere Ernährung etwas umstellen. Es braucht nicht viel, um einen Anfang zu machen. Doch wenn jeder bei sich anfängt, ist der erste große Schritt getan. Im Oktober kommt die „eaternity-app“ heraus. Das ist eine tolle Sache. Sie zeigt Dir genau, wie nachhaltige das Produkt ist, was Du in deinen Einkaufswagen legst. Somit hast Du einen guten Überblick, was die Nachhaltigkeit betrifft… ( Wie eine nachhaltige Ernährung aussieht, werde ich in den kommenden Tagen posten ) LG aus Berlin

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy