Sonntag 20.10.19

Es ist wieder Sonntag. Ist schon wieder eine Woche rum ? Geht das jetzt immer schneller oder was.? Vielleicht ist mein Verstand langsamer geworden. Ja…ja… das Alter … Nicht war ? Blödsinn. Es ist der Moment in dem man begreift, dass sich das Jahr 2019 im Endspurt befindet und sich das Gefühl von „Ausatmen“ breit macht.  Innerlich werde ich ruhiger ! Leute ! Das ist totaler Quatsch !  Es ist eine Mischung aus „Enspannungsdepression“ und „Haunochmalrein“  Feeling. Ach, der „CreepyMind-Dude“hat sich noch nicht eingeschaltet. Was sagt der denn zu der ganzen Lage ? Er sagt: Denk mal nach. Hast Du – wie Lindau – das so schön formuliert hat: „Deinen A… schon soweit aus dem Fester gelehnt, dass Du den Wind des Abenteuers „Leben“  in deinem Gesicht gespürt hast ( oder so ähnlich ) ? Da muss ich ganz klar sagen. Da geht noch was!

Zugegeben -für viele würde das, was bei uns in diesem Jahr passiert ist für fünf Leben reichen, doch nicht für uns. Wir sind immer von unserer Lebenslust getrieben, alles noch ein bisschen mehr auf den Kopf zu stellen. Geht nicht, denkt ihr ! Och doch das geht ! Die  Bedingung  ?  Es dürfen nur Dinge sein, die „inhaltlich“ – also vom „Content „( mein Lieblingswort 2019) positiv sind. Die etwas bewegen. Etwas verändern !

Entdecke den Jack Sparrow in Dir….

Wir haben auf unseren Reisen in diesem Jahr so viele Dinge erlebt, die wir mit einer positiven Haltung oder mit neuen Gedanken, belegt – zur einer positiven Veränderung  gebracht haben.   Das Interessante dabei ist, dass wir manchmal in unserem Gedankenmuster schon so festgefahren sind, dass uns gar nicht bewusst ist, dass wir selbst diejenigen sind, die der Lösung oder dem Wandel im Wege stehen. Das Unmögliche ist die Lösung ! Das hört sich verrückt an, ist aber wirklich wahr. Versucht es einfach mal. Wir sind oft selber überrascht, das genau die „Verrückteste Lösung“ die ist, die dann alle Probleme aus dem Weg geräumt hat.  Wir kamen in Situationen, da haben wir uns gefragt: Warum sind wir nicht vorher darauf gekommen. Die Antwort liegt auf der Hand. Weil diese Lösung viel zu verrückt war, als das wir daran gedacht hätten.

 

Der blonde verträumte Bube mit den blauen Augen….

Das hat mich auf neue Gedanken gebracht.  Wenn das in alltäglichen Dingen möglich ist, dann sollte ich mal darüber nachdenken, was es für mein Leben bedeutet. Wenn viele Erinnerungen und Erlebnisse dafür verantwortlich sind, dass meine Gedanken und Lösungsansätze mit „geht nicht“ ist doch „viel zu verrückt“ oder „das kann nicht funktionieren“  belegt sind, dann haben diese Manifestationen in Dir keine  Macht mehr, wenn Du zu Dir sagst. Ich mache jetzt das…was völlig verrückt ist ! Du überrascht Dich selbst mit etwas, mit dem dein Verstand niemals gerechnet hat.

Kennt Ihr die Sätze: „Denke etwas, was vorher noch keiner gedacht hat“. Mache Dinge, die du vorher noch nie getan hast“.  Das sind wirklich gute Sätze. Eine große Herausforderung an uns selbst. Wir müssen da einen großen Schritt über unseren eigenen Schatten machen. Da wir aber  – im Grunde – nichts zu verlieren haben, sollten wir das doch alle machen.

Während meiner Buchlesetournee  „Der leise Ruf des Schmetterlings“ habe ich viele tolle Gespräche mit Zuhörern geführt. Die Reaktionen waren überwältigend. Ich war wirklich sprachlos. Vieles was ich geschrieben habe, war natürlich für mich nichts Neues. Das sind Glaubenssätze, die ich wirklich lebe. Die Worte sind ein Spiegelbild dessen, was ich erlebt habe und was ich fühle. Doch „öffentlich“ haben sie noch niemand gehört.  Wir haben doch alle die selben Wünsche, Träume und Ängste. Was ist an diesen – meinen Gedanken- denn so anders, habe ich mich gefragt.

Jeder lebt in seiner eigenen Realität, schafft sich seine eigene Wahrheit. Besonders heute in der  „Digitalen Welt“. Das-was ich als Wahrheit begreife, ist sicher nicht deine !  Ich habe aber durch die Begegnungen durch mein Buch verstanden, dass es doch eine gemeinsame Wahrheit gibt.  Durch die Bilder und Worte, die ich geschrieben habe… passierte etwas wunderschönes. Die Bilder formten sich zu einem Gefühl, das genau das beschreibt… was uns „gleich“ macht.

Später nannte man ihn den aristokratischen Schöngeist…

Leben !
Den Spaß am Leben finden, kann ich nur, wenn ich ein bisschen verrückt bin. Du brauchst eine Herausforderung. Überrasche Dich selbst, erfinde Dich neu und sei kreativ mit Dir selbst. Es gibt keine Grenzen. Genug damit, sich an die Regeln der anderen zu orientieren. Bestimme deine eigenen Regeln.

Ich habe als Kind schon lauter verrückte Sachen gemacht. Man kann sagen, dass ich schon immer in meiner verrückten kleinen Welt gelebt habe. Vielleicht lag es daran, dass ich in einer Umgebung aufgewachsen bin, wo dein „Mindset“ sich immer um Visionen, Geschichten und Stories gedreht haben. Die Filmsets waren meine Spielwiese ! Masken, Kostüme und Stories ! Da bin ich aufgewachsen.Und das ist auch heute noch so. Allerdings hat sich die Perspektive und die Zeit sehr verändert und mein Blick auf die Dinge. Doch das kleine neugierige Kind auf der Suche nach dem Magic Moment- steckt immer noch in mir drin.

Ich wollte wissen, wie verrückt der kleine Hardy als Kind gewesen ist ? Ok! Bitterschön:

Ich muss etwas sieben Jahre alt gewesen sein und besuchte die Munich International Scool“. Das ist eine Ganztagsschule, die es überall auf der Welt gibt. Das Schulsystem ist überall gleich. Das heißt, ich kann den Wohnort ändern, muss  die Klasse aber nicht wiederholen. Für uns Kinder war das die einzige Möglichkeit in der Schule nicht auf der Strecke zu bleiben.  Wir verbrachten also den ganzen Tag in der Schule. Jede weiß, wie langweilig der Unterricht sein kann und vor allem, wie lange so ein Schultag ist. Besonders, wenn die Sonne scheint, der Winter vorbei ist und man sich nichts mehr wünscht, als draußen zu spielen. An einem dieser Tage, meldete sich Hardy ganz brav um zu signalisieren, das er gerne kurzfristig das Klassenzimmer verlassen möchte, um auf die Toilette zu gehen. Seiner Bitte wurde stattgegeben. Dann schlich der kleine Zwerg sich durch die langen Korridore des alten Schulgebäudes und verschwand in der Toilette. Als er so auf dem Topf saß entdeckte ein kleines Loch in der Scheibe des Fensters…das mit einem Milchglas versehen war.  Er drückte seine Nase an das Fenster, so das sein rechtes Auge durch das kleine Loch im Fenster schauen konnte.

Mit den Kopf in den Wolken und den Füßen auf dem Boden…. 

Das alte Schulgebäude war umgeben von alten Bäumen, die irgendwie schon unheimlich aussahen. Wahrscheinlich kommt meine Begeisterung für „Harry Potter“ daher, denn  Hogwarts  erinnert mich an  meine alte Schule. Auch die Gestalten die da jeden Tag die Gänge füllten, waren nicht weniger faszinierend und gruselig. Mich eingeschlossen ! Ich war wohl der einzige Schüler, der immer mit anderen Klamotten nach Hause kam, als er die Schule morgens betreten hatte. Nicht weil ich, wie ihr vielleicht jetzt denken könntet, einen ausgeprägten Sinn für Mode oder ein gepflegtes Erscheinungsbild hatte, Oh nein. Ich war breit wie hoch und war so in meiner kleinen Welt verloren, dass bis heute nicht weiss wie ich meine Klamotten immer verlor. Bevor ich dann ohne Hose nach Hause geschickt wurde, bediente ich mich der „lost & found“ Fundgrube. Mich hatte das nicht weiter gestört. Meinen Eltern jedoch brachte das zur Weißglut. 

Nun zurück auf dem Klo von Hogwarts. Klein Hardy sitzt also auf dem Topf mit der Nase an der Scheibe und dem Blick in den Wald. Es müssen die ersten Blumen gewesen sein, der an diesem Frühlingsmorgen den kleinen Buben so faszinierte, dass er nachdem er sein Geschäft erledigt hatte…durch das Fenster in den Wald verschwand. Warum er nicht die Tür nahm und das Fenster bevorzugte, weiß keiner so genau. Es befand sich im 2. Stock und war nicht ganz ungefährlich. Aber wenn schon Abenteuer- dann richtig. Wie Jack Sparrow auf See… hüpfte der kleine Hardy durch den Wald und vergaß Zeit und Raum.  

Einige Stunden waren wohl vergangenen, als der kleine Junge mit einem Strauss Blumen wieder durch den Schuleingang watschelte und ganz fröhlich und selbstverständlich das Klassenzimmer betrat. Alle machten sich schon Sorgen und waren ganz aufgebracht. Klein Hardy jedoch nahm einfach die Wiesenblumen, die er gepflückt hatte und drückte sie kurzer Hand der Lehrerin in die Hand und sagte einfach nur: Ich bin wieder da !  

Tja  ! So war das.  Es war nur eine kleine Geschichte von dem Buben, mit den blonden Haaren und den blauen Augen, der Bücher verschlang, wie Policinello aus Comedian Del Arte. Ich liebe Geschichten. 

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie oft ich schon mit Jules Verne zum Mittelpunkt der Erde gereist bin oder wie oft ich schon     20 000 Meilen unter dem Meer war.  Auch…war ich ein Reisender, wie Dr. Schiwago. Als Blinder Passagier im  Zug, der durch die russische Winterlandschaft fuhr. Was wäre meine Kindheit…hätte ich all diese Geschichten nicht gehabt. Tom Sawyer und Huckleberry Finn !  Mit dem Floß dem Mississippi runterfahren, unter den Sternen schlafen, Hühner klauen und am Ende des Tages so glücklich sein, dass man „horripiliert“ 😉 ( Horripilation – Erschauern unter einer Gänsehaut ). Wir müssen unser Leben so leben, wie … Genau ! Captain Jack Sparrow !!

Wir dürfen uns von nichts und niemanden aufhalten lassen, wenn es um unser Glück geht. Es hat niemand das Recht, sich gegen eine gutes und ehrliches Leben zu stellen. Guten Menschen mit einer guten Seele sind Schätze, die es zu beschützen gilt.  Es ist heute sicher eine große Herausforderung, sich von allen negativen und manipulierenden Menschen fernzuhalten. 

Ich kann Euch noch ganz viele Geschichten von dem kleinen Jungen erzählen, der heute schon 51 Jahre alt geworden ist. Das Leben war und ist nicht leicht. Doch die Prüfungen die wir bestehen müssen, leiten uns zu dem was wir sein wollen. Wir lernen und prüfen, denken und handeln um eines Tag das Beste von uns selbst zu sein.  Ich wünsche mir, dass keiner von uns das jemals vergisst. 

All das was wir tun und sagen, denken und fühlen wird das sein, an das  wir uns erinnern werden, wenn wir irgendwann auf unser gelebtes Leben zurück blicken…. 

Eine schönen Sonntag Euch allen… 

2 thoughts on “Sonntag 20.10.19

  1. Es ist wundervoll, dass Du uns mit in Deine Kindheit nimmst. Deine Anekdote lässt mich schmunzeln und geht mir mitten ins Herz.

    Ich liebe es, Kinder zu beobachten.
    Zum Teil sind sie so vertieft… entrückt in eine eigene Welt… fern von jeglichem Zeitbegriff… ihren Träumen und dem Himmel so nah… MAGISCH… IHRE WELT…
    So kostbar in diese Welt miteinzutauchen… und unser inneres Kind leben zu lassen mit all seinen Träumen und seinem Verrücktsein…
    Das macht uns zu wahren Glückspilzen!

    DANKE an Mark Twain, Astrid Lindgren & all die anderen großartigen Autoren für die Helden unserer Kindheit… die bis heute in unseren Herzen leben…

    Einen schönen Start in ein magisch verträumtes Wochenende!

  2. Lieber Hardy,

    Ja, das stimmt, oft hab ich das Gefühl, die Zeit läuft mir davon… so vieles möcht ich noch sehen und erleben… doch ich glaube daran, dass alles kommt und geschieht, wenn die Zeit reif ist!
    Was die Menschen, denen wir in unserem Leben begegnen betrifft, so kann ich nur sagen, nicht alle verdienen Aufmerksamkeit. Daher muss man sie ziehen lassen und ihnen, so weit es geht verzeihen, denn sie wissen es leider nicht anders.
    Andere Menschen wiederum gehören in unser Leben, gehören beschützt und wertgeschätzt. Das sind die, die einen auch in schlechten Zeiten nicht fallen lassen. Und nur diese Menschen zählen!

    Bitte, erzähl uns noch mehr von deinen Geschichten…sie machen den Sonntag so richtig spannend ;-).

    Alles Liebe und einen schönen Sonntag wünsch ich Dir und ALLEN, die mitlesen!
    Gabi

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy