@Myanmar

Hardy’s Weltreise@Myamar

Junger Mönch
Junger Mönch

Über Myanmar wusste ich nicht viel. Obwohl Geographie in der Schule ein Fach war, das ich liebte, genauso wie Geschichte. Somit wusste ich zumindest, wo ich Myanmar auf der Landkarte suchen musste, dass es lange Jahre kommunistisch war und sich nun langsam dem Westen öffnet. Ich durfte, zusammen mit einem Filmteam dort drehen.

Während unserer Drehs wurden wir von vielen neugierige Menschen begleitet, die mit großer Aufregung genau beobachteten, was wir da so trieben. An Drehorten ist in der Regel Chaos und große Hektik angesagt. Ein Paradoxon in manchen Ländern, wo die Zeit eine ganz andere Bedeutung hat, als in unserer westlichen Welt. So ist es nicht verwunderlich, dass die staunenden Gesichter sich nach kurzer Zeit zu kopfschüttelnden Köpfen verwandelten. Meistens gefolgt von einem großen Grinsen.

Man stellt sich also mal eine mittelgroße Stadt in Myanmar vor. Rangun. Tausende Menschen auf den Straßen, Rikschas und andere seltsame Fahrzeuge, die aussehen, wie eine Mischung aus LKW und Traktor. Mitten in diesem Gewusel WIR. Mit unseren vielen Lampen (bei der Hitze und bei Tageslicht!) und Generatoren. Dazu LKWS, Trailer und Stühle für Schauspieler, Regie und Darsteller.

Wir sperrten die Straße, denn die Schauspieler sollten alleine durch die leeren Straßen der Stadt laufen ;- )) Hinter der Absperrung 1000 Schaulustige, die dem seltsamen Treiben mit Begeisterung zuschauten. Die zwei Darsteller, Ester Schweins und ich laufen also durch die leeren Straßen. Im Drehbuch steht, sie streiten sich. Also stritten wir, was das Zeug hält. Bis sie ihm eine Ohrfeige verpasst. Großes Entsetzen im Publikum und dann…

(Stand so nicht im Drehbuch) 1000 Zuschauer lachen hysterisch und hören nicht mehr auf! Sie haben noch nie gesehen, dass eine Frau einen Mann schlägt. Die Masse war nicht mehr zu beruhigen. Wir legten eine Pause ein.

Da entdeckte ich eine Gruppe Mönche, die mitten in der Menge standen. Ganz ruhig und neugierig beobachtend. Besonders zwei von ihnen faszinierten mich. Als sich dann unsere Blicke trafen, fühlte ich, dass er mich erkannte. Dann nickte er mir zu und verschwand in der Menge. Ich sollte ihn später an dem Tag wieder treffen. Eine ganz besondere Begegnung.

 

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