Let´s talk about Time & Fashion

( Achtung ! Werbung wegen Namensnennung )

Über Geschmack lässt sich ja bekannterweise streite. Stil hat man,  oder hat man nicht. Den Blick für das besondere zeichnet einen kultivierten Mann von Welt aus. Das ist das faszinierende und immer wieder atemberaubende an der Mode. Sie erfindet sich zwar immer wieder neu, obwohl die Ideen meistens schon mal dagewesen sind.

Alles was du tust, was du trägst ist Ausdruck deiner Persönlichkeit….

Nichts neues ? Das gab es doch früher schon mal ! Höre ich immer wieder. Das stimmt allerdings nicht ganz. Formen und Farben wiederholen  sich in der Mode genauso wie in der Architektur. Die Zeit um sie herum ändert sich aber unaufhaltsam und setzt somit alles in ein neues Licht. In ein anderes Verhältnis. Es entsteht ein neues Verständnis für eine alte Idee. So erfindet sich alles wieder neu.

Aber ist es nicht auch so, dass es Formen und „Meisterwerke“ der Designerkunst geht, die immer wieder über sich hinaus wachsen. Für Design gibt es keine Grenzen. Verbunden mit neuer Technologie und den Bedürfnissen der heutigen Zeit ist es wieder eine ganz neue Komposition von „schon Mal dagewesenen“ und neuer Kraft, oder Innovation.

Unser Leben ist schnell geworden. Die Zeit rast vor sich selbst davon. Nichts kann sie aufhalten. Merklich sehen wir uns in manchen alltäglichen Dingen schnell satt. Sind überdrüssig. Vielleicht von der Menge des Angebots, der Vielfalt und all den Möglichkeiten, sich selbst in dem zu finden, was man sieht, wie man sich kleidet, wie man seinen eigenen Ausdruck  –  seinen persönlichen Stil zum Ausdruck bringt.

So unglaublich aufregend und spannend ist die Welt der Kreativität und Innovation der heutigen Zeit.  Obwohl die Geschwindigkeit doch im Grunde nie länger oder kürzer wird, so ist doch das Bestreben der Uhrenmeister, das Handwerk noch mehr zu perfektionieren. Noch genauer zu sein in der Zeit der Zeit !

Die Schönheit liegt im Detail….

Ich persönlich bin ein Mann, der nicht in der Vielfalt der Möglichkeiten seinen eigenen Stil findet, sondern in der Klarheit und Simplizität. Die Details sind dabei sehr entscheidend. Das geschulte Auge soll es nur erkennen. Zufällig soll es aussehen. Doch der Perfektionismus liegt, wie ich finde, in der Komposition der Zufälligkeit.

Das hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber keines Falls. Der Schrank eines modebewussten und zivilisierten, kultivierten Mannes ist wohl sortiert und  im besten Falle nur mit persönlichen „IT-Pieces“ versehen.

In meinem Schrank finden sich Kleidungsstücke und Accessoires, die alle eine Geschichte haben. Jedes einzelne Teil ist nicht einfach nur von einer Kleiderständer entnommen, jeder Uhr oder Manschettenknöpfe sind ganz bewusst ausgewählt. Somit trägt man nicht nur ein „Teil“, sondern zieht sich eine „kleine Story“ ein Erlebnis, eine Erinnerung an… Das Gefühl diese Dinge zu tragen hat dann ein ganz andere Bedeutung.

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Eine große Leidenschaft von Kindesbeinen an, sind Uhren. Die erste Uhr, die ich mir von meinem ersten Gehalt gekauft hatte, war eine alte Russische Fliegeruhr. Ich kann mich erinnern, dass sie 370 DM gekostet hatte. Viele Wochen bin ich auf dem Weg zu meiner Arbeit an diesem Antiquitätenladen in München vorbei gelaufen. Schaute durch das kleine Schaufenster in die Uhren Vitrine und hatte jeden Morgen gehofft, dass sie noch so lange auf mich wartet, bis ich das Geld zusammen gespart hatte, um sie zu kaufen. Mein Verdienst war in der Ausbildung nicht besonders gut. Ich hatte schon meine eigene Wohnung, ein Fahrrad, zwei Anzüge im Schrank, Passende weiße Hemden ( zwei Krawatten ) und ein paar Budapester. Für den Sport lagen noch ein paar alte Chucks herum. Das war alles, was ich besaß. Die Wohnung war spärlich eingerichtet. Es hatte alles was man braucht. Eine kleine Küche ( wenn ich zwei Geräte gleichzeitig benutzt habe, so sprang die Sicherung raus. D.h. entweder Wäsche waschen oder Kaffe kochen. Beides ging nicht ) , ein Bett, ein Tisch mit Stuhl und eine alte abgerockte Couch. That´s it ! Ich hatte nicht viel, doch die Dinge, die ich mir geleistet hatte, waren meine IT-Pieces. Die Uhr sollte dazugehören. Lange hatte ich gespart und an meinem 17. Geburtstag war es dann soweit… Ich lief zu dem Antiquitätenladen, mein Herz pochte bis zum Hals ! Ich kann Euch gar nicht sagen, was für ein tolles Gefühl das war, als ich die Uhr das erste Mal am Handgelenk trug.

Kürzlich kam ein neues IT-Piece dazu. Zenith El Primero  ! 1960 wurde die EL PRIMERO geboren ! Heute, nach 50 Jahren gibt es die Uhr in einer Neuauflage. Eine Adaption,die unglaublich gelungen ist, wie ich finde. Eine  Uhr,  für jeden Gelegenheit !

( Foto by Ellen Pouchet / Styling Frederik Kimmel )

Zenith El Primero – The Story

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Bei Zenith entstand die Idee, einen Automatikchronographen zu lancieren. Automatikchronographen gab es damals auf dem Markt nicht. Zwischen 1966 und 1967 entschied das Management von Zenith, das erste ultraflache, integrierte Automatikchronographenwerk mit einer Hochfrequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde zu entwickeln, das somit in der Lage war, eine Zehntelsekunde zu messen.

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Am 10. Januar 1969 wurde bei einer Pressekonferenz in Le Locle die Geburt des Kalibers El Primero angekündigt. Somit war Zenith die erste Manufaktur, die der Öffentlichkeit ihren eigenen Automatikchronographen präsentierte.

1970 DAS GROSSE GEHEIMNIS

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Am 28. Mai 1971 wurde das Unternehmen an die Zenith Radio Corporation verkauft, bei der es sich ursprünglich um eine Radio- und Fernseher-Manufaktur mit Sitz in Chicago handelte. Die amerikanische Administration glaubte nicht länger an die Zukunft mechanischer Uhren, zählte aber auf Quarz. 1975, mitten in der Krise der Uhrmacherkunst, entschieden sie, die Produktion mechanischer Uhrwerke einzustellen und entsprechend auch den Lagerbestand an Werkzeugen und Maschinen, die für die Herstellung des Uhrwerks erforderlich waren, zu entsorgen.

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Entgegen der Anweisungen von oben entschied Charles Vermot, Werkmeister der Werkstatt 4, die für die Herstellung von El Primero benötigten Werkzeuge aufzubewahren. Insgesamt gelang es ihm, etwa 150 Pressen zusammen mit vielen kleinen Werkzeugen und Nocken, die auf dem Dachboden versteckt waren, zu retten. Nachdem er alle Werkzeuge verstaut hatte, ließ er diesen Teil des Dachbodens zumauern, sodass niemand hinter sein Geheimnis kommen würde.

1980DIE WIEDERGEBURT

Das Unternehmen wurde zudem zum Uhrwerkslieferanten einiger großer Marken.

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Rolex wollte sein Modell Daytona modernisieren und mit einem El Primero Kaliber ausstatten. Aber das war im Jahr 1984, als eine Presse etwa 40.000 Franken kostete, und für die Herstellung von El Primero wurden mehr als 150 Pressen benötigt, was ein Budget von rund sieben Millionen Schweizer Franken bedeutet hätte. Zenith konnte es sich nicht leisten, eine derartige Summe zu investieren. Damals erinnerte man sich an Charles Vermots Akt des Widerstands. Dank ihm konnte die Produktion des Kalibers El Primero wieder aufgenommen werden.

1990 DAS UHRWERK KOMMT ZUM VORSCHEIN

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Erstmals durch einen Gehäuseboden aus Saphirglas vollständig hervorgehoben wurde das Werk El Primero in der Premiumklasse-Serie ChronoMaster, die ihr Flagship-Kaliber durch den transparenten Boden stolz zur Schau stellte.

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El Primero wurde mit der neuen Flyback-Funktion ausgestattet, die für Luftfahrt-Enthusiasten entwickelt wurde und die Rainbow Flyback Modelle optimierte.

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Als das Unternehmen von LVMH übernommen wurde, schlug die Geschichte von Zenith und dem Uhrwerk El Primero eine neue Richtung ein: einen Aufwärtskurs, der bis zu den Sternen reichen sollte.

2000 DIE ANERKENNUNG

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Das Herzstück des Kalibers EL Primero war auf der Vorderseite durch eine eigens zu diesem Zweck geschaffene Zifferblattöffnung zu sehen. Das Modell erhielt die Bezeichnung ChronoMaster Open und machte seinem Namen alle Ehre.

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Unter der Schirmherrschaft der LVMH-Gruppe wurde El Primero durch einige weitere ausgeklügelte uhrmacherischen Komplikationen ergänzt: Für ein Modell mit dem Namen Grande ChronoMaster XXT Tourbillon erhielt das Kaliber ein Tourbillon. Es war das erste Hochfrequenz-Tourbillon auf dem Markt.

Zum ersten Mal erschien eine feminine Version der ChronoMaster Open. Sie nannte sich Star Open und die Öffnung war herzförmig.

2010 IN RICHTUNG ABSOLUTE PRÄZISION

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El Primero war das erste Automatikwerk, das eine Zehntelsekunde messen konnte. Mit einem Sekundenzeiger, der das Zifferblatt in zehn Sekunden einmal vollständig umrundet, ist die El Primero Striking 10th in der Lage, Zehntelsekunden anzuzeigen.

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Am Sonntag, den 14. Oktober, überschritt erstmals in der Geschichte ein Mann im freien Fall die Schallgeschwindigkeit, in Begleitung der El Primero Stratos Flyback Striking 10th von Zenith, die so zur ersten Uhr wurde, die am Rande des Weltraums die Schallmauer durchbrach.

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Zenith lancierte die Defy El Primero 21, die in der Lage war, einen Grad an Präzision zu messen und anzuzeigen, der eine wahre mechanische Meisterleistung darstellte: eine Hundertstelsekunde.

Im gleichen Jahr stellte Zenith die Defy Lab vor, die mit einer revolutionären neuen Monoblock-Schwungmasse aus monokristallinem Silizium ausgestattet war. Die Defy Lab des 21. Jahrhunderts erreicht außergewöhnliche Leistungen, was sie zu einer Meisterin mechanischer Präzision macht, die hier ganz neue Dimensionen erreicht.

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Die DEFY Inventor schlägt mit der außerordentlich hohen Frequenz von 18 Hz (statt der üblichen 4 Hz) und bietet dabei eine komfortable Gangautonomie von zwei Tagen. Diese außergewöhnlichen Eigenschaften verdankt sie einer umwälzenden, patentierten Technologie: dem im eigenen Haus entwickelten, aus einem Stück gefertigten Zenith Oszillator.

Die Geschichte dieser Uhr ist einzigartig. Ich hatte die Gelegenheit mir das  Zenith – Werk in der Schweiz anzusehen. Eine wirklich interessante Geschichte.  Für mehr Informationen klickt HIER….

Die Zentih „El Primero“ gehört für mich zu den schönsten modernen Uhren auf dem Markt. Für mich ein absolutes IT- Pece !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 thoughts on “Let´s talk about Time & Fashion

  1. Wunderschön gestaltete Seite & Aufnahmen… die zum Glück etwas erzählen!!

    Ich habe mir gerade vorgestellt von lauter Dingen umgeben zu sein, die nichts erzählen, schweigen… das war total befremdlich! Schnell weg mit dem Gedanken!!!

    Ich liebe es, wenn Dinge eine Geschichte haben… entweder weil sie bereits ein gewisses Alter haben, schon viel erlebt haben und „leben“ oder weil sie für uns und durch uns eine „Seele“ bekommen… ganz egal, ob es sich dabei um Kleidung, Accessoires, Schmuck, Möbel, Kunst oder andere Sachen handelt.

    Wenn ich etwas haben möchte, muss ich das „WOW!!! Genau das ist es!!“ in mir spüren. Es spiegelt mich und zeigt, wer ich bin.
    Wundervoll, dass wir mit Kleidung und Accessoires unsere Persönlichkeit unterstreichen können. Das macht Spaß!

    Lustig wird’s, wenn man sich mit zu viel BlingBling behängt… dann mutiert man zum „wandelnden Christbaum“.
    Fatal, wenn das Gegenüber sich dann erstmal auf die Suche machen kann… nach dem eigentlichen Menschen unter dem ganzen Zeug. Da wird mir ganz schwummrig vor den Augen… Wieder kein schöner Gedanke. Nochmal ganz schnell weg damit!!

    Wieder zu den schönen Dingen:
    ich genieße es, wenn sie Erinnerungen in mir wachrufen, Assoziationen, Gefühle,…
    Ich bin mir sicher, wenn wir all ihre Geschichten aufschreiben würden, würde das viele Bücher füllen.
    Ein schöner Gedanke… endlich 😉

  2. Lieber Hardy!
    Wow … sehr viele Textpassagen, die unter die Haut gehen. Meine absolute Lieblingsstelle: „Der Perfektionismus liegt in der Komposition der Zufälligkeit.“ Den eigenen Stil trägt jeder von uns bereits in sich. Wir müssen nur mutig experimentieren, um ihn zu entdecken. Unsere innere Stimme sagt uns, womit wir uns gut fühlen. Wir müssen nur genau hinhören und im Endeffekt zu unserem persönlichen Stil stehen.
    Unser Kleiderschrank ist im Prinzip eine Art Werkzeugkoffer (mir gefällt an dieser Stelle auch das englische Wort Toolbox). Er sollte mit nützlichen und schönen Dingen gefüllt sein, die man miteinander kombinieren kann. So fällt uns zu jedem Anlass das passende Outfit zu. 😉 Ich bin ein großer Fan von Marie Kondo – hier geht es um Minimalismus. Während des Aufräumens stellt sie die Frage: „Does IT sparks joy?“ Ist die Antwort nein, dann muss das Teil gehen – lautet die Antwort ja, dann darf es bleiben. Wie ich finde, ist dieses eine gute Möglichkeit, um seinen eigenen Stil zu finden.
    Liebe Grüße und einen inspirierenden Abend wünscht Dir, Larissa 😉

Ich freue mich über Eure Kommentare! Euer Hardy