BMW R nineT „Racer“

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit die neue R nineT „Racer „ für das BMW Magazin zu testen. Einige von Euch wissen ja, dass ich ein großer Motorradliebhaber bin. Vor einem Jahr hatte ich mir selbst eine R nineT umgebaut. Damals habe ich schon geahnt, dass dieses Modell selbst die GS Modelle in den Schatten stellen wird. Ich sollte Recht behalten. Die R nineT Serie ist jetzt schon erfolgreicher als alle anderen Modelle. Der „Boxer“ erlebt ein Revival und das nicht nur auf dem Europäischen Markt. Sogar in den USA fängt man an, den Boxer zu entdecken. Das wäre vor ein paar Jahren undenkbar gewesen. BMM Motorrad hat da alles richtig gemacht. Sie sind rechtzeitig und als erste Motorradbauer auf die Retro – Schiene aufgesprungen und haben viele junge Leute „abgeholt“, die etwas besonderes und einzigartiges & individuelles haben wollen. Wenn ich mir die ganzen Umbauten auf den sozialen Netzwerken anschaue, die Scrambler und die R nineT Baureihe, die die Hypster und Retro -Fans kreiert haben, dann muss man klar erkennen: Es hat eine neue Ära des Motorrads begonnen.

Nicht nur das Bewusstsein von Style in Kombination mit neuer Motorradtechnik ist auf ein ganz anderes Niveau gerutscht, sondern auch die Motivation der Menschen, die das Erlebnis Motorradfahren für sich entdecken konnten. Slogans wie „make your life a ride“ sagt alles.  Ein Umdenken hat stattgefunden.

Motorradfahren heißt „eins werden mit der Straße“, die Umgebung wahrnehmen und genießen. Fahren zum Entschleunigen ist die neue Philosophie vieler, denen ich auf den wichtigsten Biker Events, wie BMW – Day in Garmisch-Partenkirchen oder  „Pure and Crafted“ in Berlin gesprochen habe.

Es ist auch eine neue Gemeinschaft der Motorradfahrer entstanden. Hier mischt sich heute alles ganz wild zusammen. Es geht nicht um Klassifizierungen, sondern um eine Verbundenheit für die selbe Leidenschaft.

Der Cafe Racer Style ist wie eine alte Rockband : Nicht tot zu kriegen!

Die Entwicklung der Technik ist so schnell geworden, dass man kaum mitkommt. Wir haben schon selbstfahrende Autos und Elektromotoren, die schneller und schneller werden. Die Reichweite erhöht sich und wir können auch erkennen in welche Richtung das alles gehen wird. Es wird extrem spannend. Bald wird es eine Technik geben, die ein „Headup-Display“ im Helm ermöglicht. Ein Computerprogramm assistiert dem Fahrer und begleitet ihn. Das Programm erkennt und analysiert das fahrerischen Können und hilft ihm dabei seine „Skills“ zu verbessern. Genial!  Doch eines ist ganz sicher: Das „analoge“ Fahren ist nur auf einem Motorrad spürbar! Und das macht dieses Erlebnis so besonders.

Besonders gelungen ist auch die „Racer“, die ich nun endlich testen konnte. Für eine Weile zirkulierenten Gerüchte über den Untergang des traditionellen Café-Racers. Mit Scrambeln und flachen Trackern, die die Szene beherrschen, hat das Low-and-Sleek-Genre einen Rücksitz genommen.

Der Cafe Racer Style ist wie eine alte Rockband : Nicht tot zu kriegen !

Aber wie eine ehrwürdige Rockband, z.B. die „Rolling Stones“, ist  der Cafe Racer nicht tot zu kriegen! Die anderen zwei – die reine und die noch veröffentlichte Urban G / S – sind als Bare-Bones Roadster und als Retro-Adventure Bike gestylt. Der Racer ist eine Vintage-Speed-Maschine durch und durch.

Alle drei teilen sich die gleiche Plattform wie der R nineT Scrambler – ein Euro4-conformer, 1,170 cc / 110 PS Luft- und Öl-gekühlter Boxer, der in einem Stahlrohrrahmen verpackt ist. Sie teilen auch den gleichen Stahl-Kraftstofftank, die gleiche Aufhängung (nach Modell gefertigt) und die gleiche Legierung, Fünf-Speichen-Räder.

Auf dem R nineT Racer sind diese Räder ein 3,5 x 17 „vorne und ein 5,5 x 17“ raus. Außerdem bekommt es eine Vielzahl von Café-Racer-fokussierten Mods: Clip-ons, Heck-Sets, eine schlanke Nasenverkleidung und ein ordentlicher kleiner Schwanzhump. Mit einer Silhouette, der 70ger ist es reine zweirädrige Nostalgie.

„make your life a ride“

Um diesen Look herzustellen, nutzte BMW eine Mischung aus bestehenden R nineT Teilen und neuen Bits. „Der Renner war von dem Concept 90 total begeistert“, sagt BMW Motorrads Kreativdirektor Ola Stenegärd. „Aber wir wollten nicht viele neue Teile erfinden, es sei denn es ist unbedingt nötig.“

Der Seitenhalter und der Scheinwerfer sind vom R nineT Roadster geliehen, aber die Plastik-Nasenverkleidung ist ein völlig neues Stück. „Wir haben versucht, so nah an dem Concept 90 zu arbeiten, wie die Produktion es erlauben würde“, sagt Ola.

Dann gibt es diese Lackierung – ein Mantel aus glänzendem Weiß, das mit den klassischen Motorsportfarben von BMW akzentuiert ist. Es funktioniert so gut, dass die Tatsache, dass BMW diese Farben in den 70er Jahren gar nicht verwendet hatte, keine Rolle spielt.

Es ist wirklich die Qualität der Oberflächen. BMW hat alle ihre Basen abgedeckt, bis hin zur Fertigstellung des Rahmens in Silber (eher als das traditionelle Schwarz). Und obwohl die Verkleidung plastisch ist, fühlt es sich gar nicht dumpf an und die Rahmenhalterung ist sehr durchdacht. Die Spiegelstämme sind an dem Rahmen montiert, nicht an der Verkleidung selbst – so können sie ohne sichtbare Narben entfernt werden.

Hinter der Verkleidung versteckt ist ein Satz von Dual-Dials – der gleiche analoge / digitale Combo-Speedo wie der Scrambler auf der linken Seite, mit einem Tacho auf der rechten Seite, der seine eigene digitale Anzeige hat. Zwischen den beiden bekommt man die üblichen odo Features, eine Gangpositionsanzeige und Sachen wie Spannung und Motortemperatur. Seltsamerweise gibt es keine Tankstärke.

Die Kotflügelverbreiterung und die obere Dreifachklemme sind geschmiedete Aluminiumstücke, und die Rückseiten wurden speziell für den Racer entworfen. „Wir haben uns entschlossen, mit einem einzigartigen Lenker-Setup und Fußstock-Position zu gehen“, sagt Ola, „um wirklich eine solide Ergonomie zu bekommen, die den tief geschlagenen Café-Racer-Look widerspiegeln würde, für den wir uns bemühten.“

Mein Fazit: Ein durch und durch gelungenes Bike

Wie fährt sie sich nun?  Ich setze mich drauf, schalte in den ersten Gang und los gehts. Es ist unbeschreiblich, wie gut dieses Bike zu handeln ist. Die Kurven, das Schalten, Bremspunkt, Scheitelpunkt und Gas geben. Ein Kinderspiel und das Gefühl, den ganzen Spaß auf die Strasse zu bringen, ist garantiert. Du kannst die Gänge richtig „durchfeuern“ und es gibt keine Probleme. In den Kurven sollte man sich nicht zu sehr überschätzen, die Grenzen sind klar erkennbar, aber für den sportbegeisterten Motorradfahrer kein Problem.  Mein Fazit:  Ein durch und durch gelungenes Bike. Schön, elegant und toll zu fahren.

 

 

One thought on “BMW R nineT „Racer“

  1. Guten Abend Hardy! Habe mir lange überlegt hier etwas zu schreiben…Dein Bike sieht cool aus!!! In meinen Freundeskreis gibt es auch 2 Motorrad-Freakes die schnell mal losfahren und den Fahr-Kik .erleben..Supersache !! Durfte es auch mal vor Jahren erfahren,was die Biker so toll an diesen Sport cool finden!! (ja, war genial)! ……Dann vor 3 Jahren bei meiner Wöchentlichen Fahrt auf der Landstraße Richtung Rinteln,stockte mir fast jedes mal der Atem wenn ich am Straßenrand (sehr Kurvenreich und beliebte Motoradstrecke) ein Kreuz nach den anderen sehen musste!!Aus diesen Grunde sehe ich deine Leidenschaft die dir den Ausgleich im Leben gibt… mit gemischten Gefühlen!! Wie dir schon gewünscht ,Allzeit eine gute Fahrt (ohne Risiko) In diesen Sinne pass auf dich auf und have fun on the Road… LG Petra

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